ſeiner Gattin mit groͤßter Selbſtgefälligkeit noch folgende
Rede:
gut zu verheirathen, und das ſind ſchlechte Väter, die ſich keinen Pfifferling darum kümmern, und ihre Töchter oft ewig in ihren vier Pfoſten behalten. Hätte ich nicht, Trotz all deinem Gekeife und Widerparthalten, doch die heilbringende Badereiſe durchgeſetzt, ſo ſäße Amelie noch wohlbehalten in Tunefors, und hockte an ihrem Web⸗ ſtuhl. Aber Gott ſei Dank, mein Geld ſiel nicht auf unfruchtbaren Boden, es wird mir reiche Zinſen tra⸗ gen! Außerdem habe ich auch noch im Sinne, bei Borgenſtierna in den nächſten Tagen ein kleines Anlehen zu verſuchen, um unſer Gut frei zu machen. Sicher wird es ihm nicht wenig Freude machen, mir den klei⸗ nen Freundſchaftsdienſt zu leiſten; und was ich dem Göſſe ſchuldig bin, bezahlt er ohnehin aus reinem Entzücken, wenn ich ihm den ſchönen Zug von Amelie erzähle wie ſie ihren Schmuck verſetzt hat, um mir das Geld, zu ſchaffen. Kurz, Sophie, ich muß mir das Zeugniß geben, wie ein geſcheidter Mann gehandelt zu haben und gehe, zufrieden mit mir ſelbſt und der ganzen Welt zu Bette!“
Der Obriſtlieutenant gehörte zu den glücklichen Na⸗ turen, welche nicht unter dem dunklen Einfluſſe unheilweiſ⸗ ſagender Ahnungen ſtehen.
XXXVII. Der Skijutsjunge und der Courieroffizier.
Am Kafefeetiſche, wo ſich die Geſellſchaft am andern Morgen zuerſt verſammelte, machte Amelie das erſte Mal
„Es iſt, bei Gott, nichts Kleines, eine Tochter


