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Milcheimer, welche von zwei Mägden über den Hof ge⸗ tragen wurden, ließen auf einen herrlichen Viehſtand ſchließen.
In der allerfrohſten Stimmung betrat die Geſell⸗ ſchaft das hübſche Wohnhaus, deſſen prächtige Zimmer und beſcheidenen Gemächer die junge Frau erwarteten. Faſt alle Thüren ſtanden offen, an jedem Fenſter prang⸗ ten Blumen, eine Aufmerkſamkeit, welche den Herrn des Hauſes ſehr erfreute, und wie in einem Treibhauſe führte der Weg durch einen Wald der herrlichſten Sträucher und Blumen in den ſchoͤnſten Töpfen.
„Hier,“ ſagte Borgenſtierna, als ſie am Ende in Alfreds Stube ſtanden, und drückte ſeine Gattin an die Bruſt,„hier biſt du zu Hauſe, meine Amelie! Moͤge mir Gott die Gnade ſchenken, dich ſo glücklich zu machen, als es mein Wunſch iſt!“
„Ach, damit wird es, mein' Seel', keine Noth ha⸗ ben,“ meinte der Obriſtlieutenant und ſeine Augen fun⸗ kelten von väterlichem Stolze und Freude.„In einem Hauſe, wie dieſes da, ſo möblirt und eingerichtet, an der Seite eines braven Mannes, kann eine Frau ſchon zu⸗ frieden ſein! Was meinſt du, Sophie? Es war, hol' mich der Kukuk, in Lärkholm bei meiner Großtante, der Gräfin T—— nicht eleganter. Nun laßt uns aber den Balkon inſpiziren!“
Der Obriſtlieutenant reichte ſeinem Eidam herzlich die Hand, und Frau von Dreſſen umarmte ihn mit müt⸗ terlicher Zärtlichkeit; dann ſetzte ſich die ganze Fami⸗ lie im Kreiſe an den trefflich beſetzten Tiſch, der dem Obriſtlieutenant ſchon ſo lange in die Augen geſtochen hatte. Der Wein mundete trefflich, nicht minder das Backwerk, und manches Glas wurde auf das Wohl der Neuvermählten geleert, ſo munter und herzlich, wie nur immer bei ſolcher Veranlaſſung.
Als der Obriſtlieutenant am Abende in dem hüb⸗ ſchen Gaſtzimmer ſich zum Schlafen anſchickte, hielt er


