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nicht gewohnt. Was mag denn aber das für ein Zim⸗ mer ſein, das mit den blauen Gardinen?“
„Das iſt ein kleines Kabinet. Vordem war es Al⸗ freds Kinderſtube; ich habe es nun neu malen und nach meinem beſten Geſchmack moͤbliren laſſen. Das ſoll dein Arbeitszimmer ſein, liebe Amelie, denn es liegt gerade in der Mitte.“ 3
„Ach, Ivar, wie ſoll ich dir genug danken! Mit Worten bin ich es wenigſtens nicht im Stande. Du haſt dir, wie ich ſchon von außen ſehen kann, alle Bequemlich⸗ keit entzogen, um ſie an mich zu verſchwenden.“
„Ich rauche in meinem Zimmer, und empfange auch dort die Leute, mit denen ich zu ſprechen habe; deß⸗ halb wäre in einem ſolchen Zimmer jede Pracht am un⸗ rechten Orte, obwohl ich ſonſt ſchon eine kleine Schwach⸗ heit für Eleganz habe;— will ich mir dann und wann ein Bene thun, ſo komme ich zu dir.“
„Und wie vollkommen ſollſt du mir ſtets ſein! O,
ich denke mir ſchon, wie ich warten und lauſchen werde — wie ſchön will ich Alles in Ordnung halten. Ich werde immer in deinen Augen leſen, ob ich ſtill und ru⸗ hig bei meiner Arbeit ſitzen bleiben, oder aufſpringen und dir in die Arme eilen ſoll.“ „ Laßt uns aber jetzt in Gottes Namen auch nach etwas Anderem, als nach den Vorhängen ſchauen,“ un⸗ terbrach der Obriſtlieutenant mit einiger Ungeduld die Her⸗ zensergießungen ſeiner Kinder.„Ich zolle ihnen zwar meinen ganzen Beifall; allein der Tiſch dort blinkt ſo einladend herab, und ich kann es nicht vor meinem Ge⸗ wiſſen verantworten, ihn vergebens winken zu laſſen.“
Unterdeſſen hatte die Mutter, welche ſich aus Vor⸗ hängen und eleganter Zimmerausſtattung weniger machte, ſich im Hof und Garten mit Kennerblick umgeſehen, und überall die größte Sauberkeit und Ordnung be⸗ merkt. Eine Menge des ſchönſten Federviehs zeugte von der trefflichſten Wartung, und die ungeheuern
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