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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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340 Der Anblick kitzelte des Obriſtlieutenants Eiielkeit,

ein Gefühl, welches ſtets gleichen Schritt mit ſeinem

Stolze zu halten pflegte.

Das iſt ja, meiner Seele, ſehr elegant, Sophie! ſagte er und ſtreckte ſich mit großer Würde noch höher, während er mit prüfendem Auge nach den prächtigen Vorhängen ſah, das erſte, worauf ſein Kennerblick fiel. Siehſt du, ſiehſt du, Sophiechen? Rothe, blaue und grüne Feſtons! Herrliche Franſen, brillante Quaſten und ſchneeweiſe Gardinen! Sonderbar, daß ein Mann von ſo viel Geſchmack ſich keinen Titel verſchaffen mag! Freilich hat jeder Menſch ſeine Eigenheiten, und bei Bor⸗ genſtierna iſt dieß beſonders der Fall, obgleich er in jeder ſonſtigen Beziehung ein Ehrenmann iſt. Der T ſoll mich holen, viel Geſchmack! Siehſt Du den Balkon oben und den Tiſch darauf ſieh nur, Sophie, wie das zur Ruhe und zum Genuß einladet!

Der Tiſch, welcher dem Obriſtlieutenant ſo beſon⸗ ders in die Augen ſtach, war voll von appetittlichen Flaſchen und Gläſern, nebſt allerlei Platten mit Con⸗ fekt und Backwerk, welches Alles der Faktor ſo zu ord⸗ bi wußte, der auch einen kleinen Hieb von Kunſtſinn hatte.

Was iſt das für ein Zimmer mit den rothen Sei⸗ dengardinen? fragte Amelie ein wenig neugierig und ſah zu den hohen Fenſtern empor.

Das Viſitenzimmer, antwortete Borgenſtierna, wel⸗ chem die unverſtellte Freude ſeiner Gattin ſelbſt viel Ver⸗ gnügen machte.

Und das mit den grünen, lieber Ivar?

Das Schlafzimmer; die Feſtons an den weißen Bettgardinen ſind eben ſo.

Ach, das iſt ja prächtig, herrlich! rief Amelie aus und klatſchte vor Freude in die Hände.Du biſt aber gar zu verſchwenderiſch in deinen Anordnungen ge⸗ weſen, lieber, beſter Ivar! ich bin ſolche Pracht ja gar