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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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vollem Säͤuſeln, und jeder Windhauch führte ihnen neue Wohlgerüche von den duftenden Fliederbüſchen entgegen, welche eben ihre Blüthenknospen öffneten.

Amelie's Augen füllten ſich mit Thräͤnen, und es wurde ihr noch wärmer um das pochende Herz.Dieß wird mein Eden ſein! liſpelte ſie leiſe und druͤckte feſter ihres Gatten Arm an ſich.

Und das meinige, Geliebte! entgegnete Borgen⸗ ſtierna weich.Du, Amelie, biſt es, die es mir dazu machen wird.

O, wenn ich dieß koͤnnte, ſo wie es mein inniger Wunſch iſt! Werde ich dann wohl auch vollkommen die Stelle derjenigen auszufüllen im Stande ſein, welche früher deinem Herzen nahe ſtand? Kann man je das erſte Band der Liebe vergeſſen? Kann die, welche der Erſten folgt......

Still, ſtill, geliebte Amelie! Sprich nicht da⸗ von, ſprich nicht von dem, was war, dieß iſt nun vorüber! Mathildens Gedächtniß wird mir ſtets theuer bleiben, und manchen Seufzer der Dankbarkeit habe ich dahin empor geſandt, wo ſie jetzt weilt, für jede Stunde, die ſie in Leid und Freud, geduldig und leidend mein war. Sie ruhe in Frieden. Ich hoffe, es beginnt nun ein neues Leben, ein beſſeres, freieres, mit meinem Herzen und meinen Neigungen übereinſtimmendes Leben. Du verſtehſt mich, Amelie, dieß iſt Viel; denn es iſt ein Haupterforderniß zum häuslichen Glück, daß Ehe⸗ gatten ſich gegenſeitig klar und offen ins Herz ſehen, daß ſie nie ihre Handlungen und Beweggründe verheh⸗ len, inſoweit ſich dieſe auf einander und auf ihr gegen⸗ ſeitiges Verhältniß beziehen. Argwohn und Mangel an Vertrauen entſtehen nicht ſelten aus der Nichtbeachtung einer Menge von Kleinigkeiten, welche im Anfange ſo unbedeutend ſcheinen, daß man ſie kaum der Aufmerk⸗ ſamkeit werth hält, aber nach und nach immer wichtiger und ſchlimmer werden, ſo daß ſie uns manche ſchlaf⸗