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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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Frau von Dreſſen und Frau Lamm hatten jetzt alle Hände voll zu thun, um den Speiſekorb vermittelſt allerlei Rekrutirung wieder in gehörigen Stand zu bringen. Der Obriſtlieutenant ging brummend umher und ſchalt, daß man doch nie fertig werden könne. Borgenſtierna ſah nach, ob der Wagen gehoͤrig gepackt ſei, und Amelie weinte auf ihrem Kämmerlein. Endlich, als die Glocke drei ſchlug, ſtiegen Mutter und Tochter in den neuen Wagen, der Obriſtlieutenant nebſt ſeinem Schwiegerſohn in den alten.

Gott ſei mit dir, liebe, gute Amelie! Tauſend Dank für die vielen fröhlichen Stunden, welche wir in Tune⸗ fors und daheim im Pfarrhauſe mit einander verlebt haben! Mina ſtand auf dem Wagentritte und lehnte ihren Kopf an Amelies Bruſt, welche ſchon im Wagen ſaß.

Ach, beſte Mina, ich werde dich nie vergeſſen! Du warſt ſtets eine Freundin in Nöthen, ſei es meiner Mutter auch ferner, wenn ſie mich nicht mehr hat!

Laß dich dieß nicht anfechten! Pfarrers Mina, wie ſie mich ſonſt genannt haben, ſcheint zuweilen rauh und abſtoßend, ſie hat aber auch ein Herz; und ich darf wohl ſagen, daß es ſo warm ſchlägt als irgend eines. Deiner guten Mutter will ich ſtets eine liebende Tochter ſein, beſte Amelie, und dich werde ich Zeitlebens wie eine Schweſter lieben.

Die Pferde wurden unruhig. Mina ſprang vom Wagentritt herab, und als Amelie ſich noch ein Mal nach ihrer Freundin umſah, war ihr Antlitz in Thränen ge⸗ badet.