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nicht umhin, über Minas ſchlichte, platte Proſa zu lächeln.
„Aber jetzt laß uns eilen, daß wir fertig werden; ich höre meinen Mann auf der Treppe!“
Die jungen Frauen machten ſich jede wieder an ihr Geſchäft, um ſchnell fertig zu werden; aber plöͤtzlich ſprang Mina mit einem ſchrecklichen Schrei aus dem Wagen, ſchlug die Hände über dem Kopfe zuſammen, und kreiſchte in halb verweiſendem, halb erbostem Tone:„Amelie, Amelie, da ſieh! was wir angeſtellt haben! das kommt davon, wenn man ſo einfältig iſt und empfindſame Komödie ſpielt.
Amelie ſah ſich um, und o Jammer! da lagen alle
Eßwaaren durch Minas Umarmung zerdrückt und zu Schanden getreten: Käſe, Gänſebrüſte, gebratene Hahnen, Torten und Weizenſemmeln, alles drunter und drüber, wie Kraut und Rüben.
„Ja, ja, ich ſehe, die Damen haben vortrefflich ein⸗ gepackt,“ ſagte Borgenſtierna, der gerade recht kam, um ſein errothendes Weibchen mit den Armen aufzufangen, und mit freundlichen Worten über den Ausputzer der ord⸗ nungsliebenden Frau Lamm zu beruhigen.
„Verzeih, liebe Mina,“ bat Amelie mit verſöhnlicher Stimme,„ich kann ja nichts dafür, daß ich ſo aufgeregt war.
„Aufgeregt, hm! Du hätteſt das Zeug liegen laſſen können, wo ich es hingelegt hatte; allein was hilft es jetzt?— zu geſchehenen Dingen muß man das Beſte reden. Geh nur, und laß mich's allein in Ordnung bringen.“
Borgenſtierna wollte ihr in ſeiner Artigkeit beim Aufheben der Sachen behülflich ſein, bekam jedoch einen ſo zurückweiſenden Blick, daß, wenn er den armen Ma⸗ giſter Lamm getroffen hätte, dieſer ſicher wie ein gezüch⸗ tigter Schuljunge da geſtanden haben würde. Borgenſtierna wußte ſich indeſſen zu helfen; er nahm ſeine Gattin am Arme und ging ins Haus.


