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Lamm, welche ihr in der letzten Hiude⸗ mit Rath und
That beiſteht, mit Einpacken beſchäftiget iſt „Leg' doch um des Himmels willen die geräucherten Gänſebrüſte nicht zu den Weizenſemmeln! Sie nehmen ja einen Fettgeſchmack an und du kannſt ſie dann deinem Manne nicht einmal mehr vorſetzen.— Aber Amelie, du biſt ja ganz confus im Kopfe; was kommt dich denn an, Menſchenkind? Siehſt du denn nicht, daß dein funkel⸗ nagelneues Haubenband bei dem Tortencompote liegt?— Ja, ja, Gott verzeih mir's, gerade wie ich daran denke,
wo wir es hinſtopfen könnten, kommt ſie und ſetzt den
Topf mit Latwerge darauf. Du hätteſt dir die Mühe ſparen können, denn ich bin ſchon manchmal dabei ge⸗ weſen, ich weiß wie man mit ſolcher Waare umgeht.“
„Beſte Mina, werde am letzten Morgen nicht noch boͤſe auf mich!“ erwiederte Amelie in einem Tone, der ihre raſche, wohlmeinende, aber etwas hochſahrende Freundin entwaffnete. 1
„Ach Gott, was iſt denn das für eine weinerliche Stimme, Amelie! Gott ſei mir gnädig, am Ende weinſt du ja gar? Ach, du böͤſes Kind! Deßhalb haſt du dir ſo mit Packen zu thun gemacht, daß ich nicht ſehen ſoll, wie du weinſt. Schäme dich deiner Thränen nicht, Amelie; nach deiner guten Mutter bin ich ja deine beſte Freundin. Du glaubſt gar nicht, wie viel ich auf dich halte und wie ſchmerzlich ich dich vermiſſen werde, wenn du fort biſt!“ Und damit ſchloß Mina, welche neben ihrer Freundin im Wagen kniete, dieſe an ihren Buſen, und ſtreichelte ihr die Wangen. Amelie's Thränen floßen jedoch immer haſtiger.„Na, ſo ſag' mir doch, warum du weinſt; du biſt ja kein Kind mehr und wirſt alſo doch nicht für Nichts und wieder Nichts weinen? Deine Eltern gehen ja mit nach Röſtorp und bleiben ganze vier Wochen dort, was kannſt du denn noch weiter wol⸗ len, da dir Alles ſo nach Wunſche geht? Sicher iſt es


