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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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Stück Leder kunſtloſe Karten, mit deren Hülfe er ſeine Zimmerreiſen durch fremde Länder machte.

An der Hand des erſten Freundes, welchen er ſich

gewonnen hatte, kam er raſchen Schrittes vorwärts; und der junge lebhafte Leopold Wirén, ſelbſt ein Fremdling an dem Orte, wohin ſein Vormund nach der Eltern Tod ihn geſchickt hatte, ſchloß ſich mit warmer Theil⸗ nahme und wirklicher Freundſchaſt an Jvar an, welcher ſeiner Seits dagegen wieder mit unendlicher Hin⸗ gebung an ihm hing, da er ihm ſo viel zu danken atte. 3 Ein gleich trübes Geſchick brachte ſie noch näher zuſammen. Innerhalb drei Jahren verlor Ivar ſeine beiden Aeltern, und wie er nun mit ſeinem warmen Herzen, welches ihm ſelbſt oft ein Räthſel war, in der weiten Welt ſo einſam da ſtand, fühlte er zuweilen eine Sehnſucht und eine Leere welche weder Dianas freund⸗ liche Schmeicheleien verſcheuchen, noch die eifrigſte Be⸗ ſchäftigung mit ſeinen Büchern verringern konnten. Wenn er aber nun ſeinen Freund beſuchte und mit ihm nach vollendetem Tagwerk einen Gang hinaus in das wal⸗ dige Gebirge von Guſtavsborg machte, ſo ward ihm wie⸗ der beſſer; denn Leopold ſtand eben ſo einſam in der Welt, und trotz der Verſchiedenartigkeit ihrer beiderſei⸗ tigen Gemüthsart und Bildungsſtufe verſtanden ſie ſich doch einander.

Das letztere glich ſich indeſſen unmerklich nach und nach aus, denn Ivars guter Kopf und angeborner Stolz ließ ihn nicht zu weit hinter ſeinem Freunde zurückbleiben, und was das feine gebildetere Benehmen anlangte, ſo zeigten unſerm Borgenſtierna— wie man ihn jetzt immer nannte— ſein jungfräuliches Weſen und reines Herz eben ſo richtig den Weg, welchen er einzuſchlagen hatte, als Leopold ſeine ſorgfältigere Erziehung.

So vergingen allgemach Ivars Lehrjahre. Leopold hatte längſt Uddevalla verlaſſen und das Gymnaſium in Gothenburg bezogen, und ſchrieb von daher nicht ſelten