ſeinem Freunde, deſſen höchſte Freude und Luſt der Brief⸗ wechſel mit dem Entfernten war.
Es war jetzt aber auch Zeit, einen neuen und be⸗ ſtimmten Entſchluß fürs künftige Leben zu faſſen, und ob⸗ gleich Meiſter Brun auf alle erdenkliche Weiſe ihn zu überreden ſuchte, als Geſell bei ihm zu bleiben, und ihm ſogar Ha nung machte, ihn ſpäter als Theilhaber an dem Geſchäfte aufzunehmen, hatte dennoch Jvars lang genährter Unwille über die kleinen Hausplagen ihn immer mehr in der Ueberzeugung beſtärkt, daß ein längeres Ver⸗ weilen nur nachtheilig für ſeine ohnehin etwas ſchwer⸗ müthige und düſtere Gemüthsart wirken müſſe.
Demnach theilte er ſeinem Meiſter den unabänder⸗ lichen Entſchluß mit, vorderhand die gewöhnliche Wan⸗ derſchaft anzutreten, und ſich dann zu ſeiner Zeit an einem anderen Orte niederzulaſſen.
Frau Bruns zänkiſches Weſen hatte ihm Uddevalla verleidet, von welchem Orte er übrigens nicht viel mehr kannte, als ſeines Meiſters Gerberwerkſtätte und den Weg nach Guſtavsborg.
„Der Burſche iſt für mich ein unerſetzlicher Ver⸗ luſt,“ ſagte Meiſter Brun zu ſeiner Frau, und klemmte dabei der grauen Katze, welche unglücklicherweiſe gerade das Zimmer verlaſſen wollte, ſehr nachdrücklich den Schwanz zwiſchen die Thüre.
„Biſt du toll?“ kreiſchte die Hausfrau und ſprang wie raſend auf.„Mußt du deßhalb meine unſchuldige Katze zu Tode klemmen, weil der dumme Burſche ſein eigenes Glück mit Füßen tritt?“—
„Da iſt die Katze ſelbſt daran Schuld,“ entgegnete Brun ärgerlich, und gab erſt dann den drohenden Ge⸗ bärden ſeiner Frau nach, und die Gefangene frei, als er zu fürchten begann, das vereinte Gekreiſche Beider möchte ihm das Gehör benehmen.
Ein paar Wochen nach dieſer kleinen Eheſtands⸗ ſcene verließ Ivar, ſein Ränzchen auf dem Rücken und ſeinen Lehrbrief in der Taſche, das Haus ſeines bishe⸗


