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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
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rung, deßhalb will ich dich auch vor Allen dergeſtalt ehren und erfreuen, daß du Zeit deines Lebens an deinen

alten Meiſter denken ſollſt.“ „ Das will ich auch; erwiederte Ivar mit funkelnden Augen, und ſtand gleichſam wie verhert da, als der

Meiſter einen Band nach dem andern herauszog, und ihm die Wahl überließ. Um ſich übrigens mit einer ſo ſchwierigen Sache nicht lange unnöthigerweiſe aufzuhalten, beſchloß er in Gottes Namen gleich den erſten zu nehmen, der ihm in die Hände ſiel, und ſo ſich dem Zu⸗ fall zu überlaſſen, bis der ihm zu Gebot ſtehende Schatz erſchöpft ſein würde. Dieß fand auch Meiſter Brun ganz in der Ordnung, denn er war nicht im Stande, Ivarn hei der Wahl der Bücher zu unterſtützen, und außerdem lebhaft überzeugt, daß alle von gleich großem Werthe ſeien.

Der erſte große Fang war:„Peter Wilkins oder das fliegende Volk,“ zuſammengebunden mit„Gullivers Reifen,“ beide miteinander ſo dick wie ein Predigtenbuch.

Ivar ſchleppte das Kleinod mit auf ſeine Kammer, und von der Stunde an, wo er den dicken braunen Leder⸗ einband aufſchlug, öffnete ſich vor ſeinen erſtaunten Sinnen eine ſo neue und wunderbare Welt, daß ihm oft vor der

Menge von ſeltſamen Abentheuern der Kopf ſchwindelte.

Tag und Nacht, während der Arbeit in der Werkſtätte und auf dem ſtillen Lager, träumte er von Rieſen, Zwergen, fliegenden Leuten und verzauberten Prinzeſ⸗ ſinnen. Er ward zu einer vollſtändigen wandernden Ausgabe von„Tauſend und eine Nacht“ und überließ ſich am Ende ſo ganz und gar dieſen ungewohnten Ge⸗ nüſſen, daß ſeine liebſten Erinnerungen, die Reiſe mit der deutſchen Frau und deren Kinde, ja ſogar ſelbſt das Andenken an den alten Schimmel nach und nach in den Hintergrund traten.

Unter ſolchen Verhältniſſen fühlte ſich Ivar in dem Stand eines Gerberlehrlings höchſt glücklich, und das

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