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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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traute ſie die Kleine ſeiner Obhut an. Während er das Kind ſorgſam an ſeine Bruſt drückte, ſtiegen aller⸗ hand ſeltſame Gedanken in ihm auf. Es dünkte ihm etwas ſo Troſtvolles, ſo heimlich ſüßes ein ſolches Weſen unter ſeinem Schutze zu haben. Er konnte ſich nicht ent⸗ halten, ſeine Lippen auf die weißen Wangen des Kindes zu drücken, und obgleich auf der ganzen Welt nicht wohl zwei einander unähnlichere Gegenſtände gefunden werden konnten als der Schimmel und der kleine Engel, den er in ſeinen Armen trug, ſo waren doch ſeine jetzigen Ge⸗ fühle ganz denen gleich, welche er vordem für ſeinen Lieb⸗ ling gehegt hatte.

Ivar's Herz war zum Lieben geſchaffen; er fühlte das Bedürfniß für irgend Etwas zu ſorgen; deßhalb war er jetzt auch ſo glücklich, und wünſchte, der Weg nach Swarteborg möchte noch ein Mal ſo lange ſein, als er eigentlich war.

Als ſie den Berg oben waren, ſetzte ſich die Dame auf den Karren, nahm ihr Kind in die Arme, ſchlug den Mantel ſorgfältig darum und ſchloß die Augen, entweder zum Schutz gegen den Wind, der dichte Staubwolken auf⸗ jagte, oder um— ihre Thränen zu unterdrücken. Da für Alle der Wagen zu klein war, ſo wurde der Skiuts⸗ junge vermocht, für ein kleines Trinkgeld bis Swarteborg zu Fuß zu gehen, und Jwar ſetzte ſich auf. Um der zarten hübſchen Dame nicht beſchwerlich zu fallen, drückte er ſich ſo eng als möglich zuſammen und ſobald alles in

Ordnung und auch der Hund zwiſchen Ivars Füßen unter⸗

gebracht war, ging die Reiſe vor ſich.

Auf dem ganzen Wege ſprach die Dame kein Wort, nur ein Mal, als Ivar den ſchönen Hund lobte, äußerte ſie: er ſei ihr unter Wegs von Jemand zum Kaufe an⸗ geboten worden, der ſo ſehr in Noth geweſen, daß er ihn habe weggeben müſſen.

„Ach, das iſt ſehr traurig!“ ſagte Jvar darauf,

und fühlte inniges Mitleiden mit dem obgleich ihm Un⸗