40 Leben und mit ihm alle Ausſicht auf Verdienſt durch
Vorſpann und auf Trinkgeld verſchwunden war.
Kurz, nachdem er ſich die Sache hinüber und her⸗ über erwogen hatte, neigte ſich die Wagſchale deutlich auf die Seite des Gerbers, und als Ivar am folgenden Morgen aufgefordert ward, ſich darüber auszuſprechen, bat er ſich acht Tage Bedenkzeit aus, um ſich mit ſeinen Eltern darüber zu bereden und ſeine Waͤſche und Kleider in Ordnung bringen zu laſſen.
Meiſter Brun fand ſeinen Wunſch nicht unbillig und bewilligte ihn demnach gerne; da er Geſchmack an dem Burſchen fand, ſo bezahlte er ihm ſeine Haut gut und verſprach ihm, daß Ivar mit ihm auch ferner zu⸗ frieden ſein ſolle, wenn er ſich ordentlich aufführen werde.
Mit leichterm Herzen und froherm Sinn, als er ſeit lange her gehabt hatte, verließ Ivar Nachmittags Ud⸗ devalla, da er aber einen Bekannten in Herrſtad hatte, blieb er dort über Nacht und erreichte Quiſtrum erſt den andern Vormittag zwiſchen neun und zehn Uhr. In den
letzten Viertelſtunden hatte ſich zuweilen der Gedanke an
die fremde Dame mit ihrem Kinde und dem gelben zot⸗ tigen Hündchen wieder in ihm geregt.
„Wo mögen ſie jetzt wohl ſein?“ dachte er, und wäre ſchier vor Freuden in die Höhe geſprungen, da er
bei ſeinem Eintritte in den Hof des Wirthshauſes zu
iſtrum ſie auf einmal vor ſich ſah, wie ſie eben im
Begriff war, mit ihrem Kinde einen Karren zu beſtei⸗ gen, welcher freilich für die Bequemlichkeit einer zarten
Dame nicht ſehr geeignet ſchien. Als nun aber ein kleiner Junge, dem Anſchein nach nicht über ſieben oder acht Jahre alt, hervortrat und die Zügel aus der Hand des Wagenmeiſters nahm, da bekam Jvar auch ihre
Stimme zu hören, indem ſie im gebrochenen, jedoch
wohl verſtändlichen Schwediſch fragte, ob nicht ein zu⸗
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verläͤßigerer Fuhrmann zu haben ſei:„Pah, mit dem Jungen hat es keine Noth, der iſt ſchon viel gefahren,“”“
erwiederte der Wagenmeiſter mit einer Frechheit, welche


