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„Haſt du Niklas noch nicht geſprochen, ſeit er wie⸗ der heimgekehrt iſt?“ fragte Ivar.—
„Nein, mußten ſie denn nicht alle miteinander nach Norwegen marſchiren. Aber nun wirds Friede, das hab' ich zuverläßig von einem Courieroffizier, welcher vor ein paar Tagen hier durchgekommen iſt, und dann ſoll es mit Niklas ſchon anders werden, das will ich verſprechen! Wenn ich auf den nächſten Frühling heirathe, wie wir voriges Jahr ausgemacht haben, und er nicht abermals in den Krieg muß, ſo kann er ſich das Gaffen nach andern Weibsleuten nur vergehen laſſen. Aber willſt du
nicht Etwas eſſen? Unſere Frau iſt in der Stadt, und
da habe ich die Schlüſſel heute.“
Jvar nahm das Anerbieten an, trat zu dem Kü⸗ chentiſche, und machte ſich an das, was Liesgretchens Gaſtfreiheit ihm vorſetzte. Uebrigens ſchmeckte es ihm nicht ſo gut wie er geglaubt hatte, als er von der Brücke nach dem Hauſe zugegangen war, denn es war ihm ſchlechterdings nicht möglich, die fremde Frau und das Kind, mit der ſchwarzen Binde und den rothgeſchwolle⸗ nen Augenliedern aus dem Kopfe zu bringen, ſogar den kleinen Hund konnte er nicht vergeſſen. Er hätte, Gott weiß was gethan und gearbeitet, um ein ſolches Kleinod zu beſitzen. Iudeſſen mußte Ivar, nach einer kurzen Zwie⸗ ſprache mit Liesgrete ſeines Weges weiter gehen. Als er in die Nähe von Uddevalla kam, war es ſchon dunkel, allein ohne eine Herberge aufzuſuchen, begab er ſich ohne Verzug nach dem Hauſe des Gerbers Brun, welches am andern Ende der Stadt lag.
var war ſo glücklich, den Gerber zu⸗ e zu treffen; nachdem er eine kurze Weile hatte warten müſ⸗ ſen, wurde er in die Stube eingelaſſen, wo Meiſter Brun
ſeine Abendpfeife rauchte.
Nicht ohne einiges Herzklopfen ging unſer Held daran, das erſte Geſchaft zu machen, welches ſeinen Hän⸗ den anvertraut war, aber Alles,, was er gleich im erſten Augenblicke ſah, erfüͤllte ihn mit Muth und Zuverſicht,
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