3⁵
rief ihm ein junges, rothwangiges Dienſtmädchen zu, welches munter mit ſeinem Mörſer lärmte, und neckte Ivarn damit, weil er noch immer nach der Thüre blickte, in welcher die Fremde mit dem Kinde verſchwunden war.
„Ach ja!— ich hätte ja guten Tag ſagen ſollen! wie geht es dir denn Liesgretchen. Ihr habt, wie im⸗ mer Reiſende, ſehe ich.“
„Ja, und ſind auch gar nicht böſe darüber,— aber was machen ſie denn in Swarteborg? Man ſagt hier,
am nächſten Sonntag ſollen Britte mit Skagen und Hans mit Gertrude aufgeboten werden,— weißt du
nichts davon?“ „Kein Wort. Aber wer war denn die Frau, welche da am Feuer ſtand, weißt du es nicht?“
„Ach, das iſt eine Deutſche, welche einem Offiziere nachreist, der ſie geheirathet haben ſoll, als unſer Kriegs⸗ volk da draußen war. Sie will ihn nun in Norwegen aufſuchen, ich bilde mir aber ein, daß ſie mit ihm an⸗ geführt wird, wie noch manche Andere. Ja, ja! ewig konnten unſere Leute doch auch nicht dort bleiben!“
„Die arme, arme Frau!“ ſagte Ivar mit unver⸗ kennbarer Rührung.„Das thut mir ſehr leid um ſie.“ „Dieß kann ich juſt nicht ſagen,“ meinte Liesgret⸗ chen, und warf den Kopf zurück;„was haben die gar⸗ ſtigen Deutſchen mit unſern Soldaten zu ſchaffen! Es


