82
den Ueberreſten ſeines treuen Schimmels, in Form eines Ranzens zuſammengerollt, auf dem Rücken, das väterliche Haus, um ſich nach Udevalla auf den Weg zu machen. Bis der letzte Zipfel ſeines grauen Rockes hinter dem Walde verſchwunden war, blieb Mutter Ingierd auf der Thürſchwelle ſtehen, und ſah mit zärtlichem Blicke dem Abreiſenden nach.
„Komm herein, Mutter!“ rief Chriſtoph aus der Stube heraus.„Der Junge iſt ja ſchon mehr als Ein Mal fort geweſen.“
„Der Herr ſei mit ihm! Er hat zwar ein wunder⸗ liches Gemüth, aber ich habe noch nichts als Freude an ihm erlebt, von Kindesbeinen auf“— ſagte Mutter In⸗ den fromm, und ſetzte ſich wieder ſtill an ihren Spinn⸗ rocken.
IV. Die Reiſe.— Ein kleines Abentheuer.
*½
An einem ſonnhellen Herbſttage, zu Anfange des Oktobers, begann Ivar ſeine Wanderung, und hatte gegen Mittag den Fleck erreicht, wo ſich die Anhäöhe von Qui⸗ ſtrum in das bezaubernde Thal hinabzieht, welches, von einem Fluſſe durchſchnitten, den Augen eine ſo reiche und
Je weiter Ivar hinabſtieg, deſto höher hob ſich ſeine Bruſt in Gefühlen, von denen er ſich ſelbſt keine Rechen⸗ ſchaft zu geben wußte. Der Anblick der herrlichen Werke ddees Schöpfers war es, welcher ſo mächtig auf das gefühl⸗ „wolle Herz des noch rohen Knaben wirkte,— dieß ſah man deutlich an dem Ausdrucke, mit welchem ſein trun⸗ kenes Auge auf jedem Gegenſtand verweilte.
*
luſtige Abwechslung der herrlichſten Naturſcenen darbietet.
——r—
———
—— ͤ—
——
₰
0S.=S==


