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mich gleich ſo manchem Andern emporſchwingen könnte— allein hier habt ihr meine Hand, daß davon jetzt keine Rede mehr iſt. Ihr habt beide Kummer genug ausge⸗ ſtanden, als daß ihr euch auch noch über mich zu grämen Urſache haben ſolltet. Aber eines dürft ihr mir nicht abſchlagen: ich möchte gerne in die Stadt und mich dort umſehen. Wenn man ſo draußen auf der Straße durch Feld und Flur hinzieht, ſo hat man trefflich Zeit und Gelegenheit zum Nachdenken; ich werde ſicher dann auch auf Etwas kommen.“
„Gut gedacht und gut geſprochen, mein Sohn,“ antwortete ihm Chriſtoph vergnügt;„auch war ich ſchon ſelbſt der Meinung, du ſollteſt dieſen Gang machen, um die Haut des armen Schimmels zu verkaufen;— darauf beruht gegenwärtig unſere ganze Ausſicht auf Einnahme!“
„Vater,“ rief Jvar heftig und mit bittender Stimme aus,„konntet ihr mir nicht dieſen Kummer erſparen?“
„Dann muß ich ſelbſt mit meinem ſchlimmen Fuße hingehen,“ erwiederte Vater Chriſtoph,„und noch außer⸗ dem drei Arbeitstage verſäumen. Willſt du dieß, Jvar?“
„Wir ſind arme Leute verſetzte Ivar leiſe,„und müſſen deßhalb unſer Herz bezwingen. Ich werde die Haut mitnehmen, Vater.“
„Und ſie ſo theuer verkaufen als du kannſt.“
„Ich werde mein Beſtes thun. Aber nun muß ich mich beeilen, um der Mutter Brennholz heimzuſchaffen, damit ſie nicht hinaus muß, während ich fort bin.“
Nachdem Jvar in den Wald gegangen war, kam Mutter Ingierd mit einem kleinen Topf voll Milch nach
auſe, welche ſie von der Nachbarin gegen etwas Ge⸗ ſpinnſte eingetauſcht hatte, und wurde von dem bevorſte⸗ henden Ausfluge in Kenntniß geſetzt. Als ſie ihm am andern Morgen ſeinen ſpärlichen Reiſeproviant, welcher aus drei Brodkuchen, einem Häring und einem Stücke gedörrtem Schaffleiſch beſtand, in die Taſche geſteckt hatte, verließ Ivar, begleitet vom Segen ſeiner Eltern und


