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innerſten Schacht ſeines Herzens, und flammte da wie ein einſames Grubenlicht, bei deſſen Schein die edelſten Metalle zum Vorſchein kommen. Ruhig und lautlos blieb er in dieſer Stellung ſitzen, bis ſein Vater, welcher bereits längſt aufgeſtanden war und ſchon oft nach dem Wagen ausgeſchaut hatte, in den Stall kam, um nachzu⸗ ſehen, und hier zu ſeinem nicht geringen Erſtaunen und Kummer, den armen Jvar neben ſeinem todten Freund dahingeſunken fand.
„Was iſt's mit dir? Um des Himmels willen, ich glaube gar, das Pferd iſt krepirt! Steh' auf Ivar, und erzuͤhle— hat der Schurke das Thier zu Tode ge⸗ hetzt?“
Vater Chriſtoph ſtieß ſeine Fragen und Worte in Einem Athem heraus. In der erſten Betroffenheit war er nicht im Stande, ſich in den wahren Gang der Sache zu finden.—
„Ja er hat ihn mit Jagen und Peitſchen zu Tode gehetzt,“ antwortete Ivar und richtete ſich mit einem Ausdruck von neuaufflammender Erbitterung in die Höhe, denn zu der Erinnerung an die ſchimpfliche Behandlung, welche er von dem Offſtzier hatte erdulden müſſen, geſellte ſich noch das Andenken an den Tod des Schimmels, welchen jener verſchuldet hatte, an den Tod ſeines einzi⸗ gen, beſten Freundes.„Aber glaubt mir Vater, es wäre
auch nicht beſſer gegangen, wenn ihr ſelbſt dabei ge⸗
weſen ſein würdet. Ihr könnt gar nicht denken, wie er drauf los fuhr. Wenn ihr mir verſprecht, der Mutter nichts weiter davon zu ſagen, als was ſie ſelbſt ſehen wird, ſo ſollt ihr den ganzen Hergang haarklein erfahren.“
Und nun berichtete Ivar ſein nächtliches Abentheuer.
Er wußte noch jedes Wort, das der Offizier geſpro⸗
chen und noch jeden Schlag, den der Schimmel erhalten hatte. Als er aber auf ſich ſelbſt zu reden kam, und dem Vater begreiflich machte, warum er von dem Edelmann Peitſchenhiebe und Ohrfeigen bekommen
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