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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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Es war noch kein Licht in der Stube, deßhalb ging er nicht hinein, um ſeine Mutter nicht zu wecken; auch war er hier näher bei dem Pferde, und verzichtete gerne auf das erwärmende Herdfeuer, um leichter bei der Hand zu ſein, wenn der Schimmel ſeine Fürſorge etwa noch bedürfen ſollte.

Erſchöpft von den Anſtrengungen eines im Walde zugebrachten Tages und einer Nacht auf der Straße, verfiel Ivar nach kurzer Zeit in tiefen Schlaf, und träumte bald von ſeinem treuen Schimmel, bald von dem groben Courier, gegen welchen er nun im ehrlichen Kampfe ſeine Fäuſte tüchtig brauchte. Bei einem beſon⸗ ders gut gelungenen Streiche brach er in lautes Freu⸗ dengeſchrei aus, und mitten im höchſten Triumphe ver⸗ ſchwand das trügeriſche Geſicht. Jvar erwachte, rieb ſich die Augen mit den Wammszipfeln aus, und fand zuletzt, daß es nur ein Traum geweſen. Sein Lager auf dem Heuſchober erinnerte ihn mittlerweile an die verſäumte Wache; bei dem erſten Gedanken an den Schimmel war er jedoch auf den Beinen, und ſtieg eilig hinab, um ſeine unfreiwillige Saumſeligkeit wieder gut zu machen. Allein man denke ſich den ſtummen tiefen Schmerz des Knaben, als er ſeinen Liebling, ſeinen treuen theuren Genoſſen an der Krippe auf dem Boden liegend fand, unfähig auch nur mit einem einzigen Laute Ivars Liebkoſungen erwiedern zu können? Ivar rüttelte ihn an den Mähnen, rief ihn mit klagendem Tone bei ſeinem wohlbekannten Namen; alles umſonſt der Schimmel war todt.

Es iſt vorbei mit dir, und nun iſt's auch mit all' meiner Freude vorbei, ſprach Jvar leiſe, ſetzte ſich auf den Boden, ließ den Kopf auf den Schimmel finken, und heißere Thränen rannen auf den todten Freund, als ſonſt oft bei einer an Raſerei gränzende Trauer ver⸗ goſſen werden. Ivars Schmerz war einfach und kunſt⸗ los wie er ſelbſt, allein er war dennoch tiefgefühlt im