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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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Ivar ſeine Hand auf die dürren, raſſelnden Reiſer,ich will nun und nimmermehr ein Edelmann ſein, und ſollte ich ihn je wieder einmal treffen, wenn ich ein Mann geworden bin, ſo ſoll er mir für die Ohrfeigen büßen, denn dieſe werde ich niemals vergeſſen. Nicht daß ich nicht ſchon öfter Ohrfeigen bekommen hätte, allein er ſchlug mich, weil ich einen adeligen Namen trage, und es wage, als Knecht mit meines Vaters Schimmel Dienſtfuhren zu thun. Er meint wohl wie mir vorkömmt daß ich lieber Hungers ſterben ſollte, weil meines Vaters Ahnherr ein Edelmann war, als mein Brod, wie ein Bauer, ehrlich durch Arbeit zu verdienen.

Die bittere und kränkende Ungerechtigkeit in der Handlungsweiſe des Offiziers war es namentlich, welche Ivars offenen redlichen Sinn ſo tief empörte. Von ſeiner Zukunft überhaupt hatte er indeſſen natür⸗ lich noch keine rechte Vorſtellung, weder wie er leben, noch was er thun und treiben werde. Allein es war gleichſam eine neue friſche Quelle in Ivars Innern em⸗ porgeſchoſſen, und es dünkte ihm, als ob mit dieſer Nacht ein neuer Zeitabſchnitt in ſeinem Leben beginne.

Erſt als ſeine Hand zufällig den von Froſt zittern⸗ den Schimmel berührte, erwachte er aus ſeinen Betrach⸗ tungen, warf ein Reis anf den Haufen, und mur⸗ melte im langſamen Weitergehen:Da liege als ein Pfand für das, was ich hier mit Worten und Gedanken gelobt habe. Ivar hält ſtets ſein Wort, ſagt die Mut⸗ ter immer

Es war ungefähr vier Uhr Morgens, als der Kna⸗

be, nach einer etwa fünfſtündigen Wanderung mit ſeinem

abgetriebenen Kameraden vor dem kleinen Stalle ankam, der zu ſeines Vaters Hütte gehörte. Nachdem IJvar das Pferd hineingeführt, warf er ihm die grobe wollene Decke über, kehrte den Häckſel aus der Krippe, und ſteckte ihm zuletzt friſches Heu auf, dann ſtieg er ſelbſt auf den Heuboden, um noch ein paar Stunden zu ruhen.