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bald mit dir aus ſein. Was meinſt du aber, was der Vater dazu ſagen wird, wenn wir ſo langſam angezo⸗ gen kommen, und unſern Karren im Stiche gelaſſen haben? Ja, ja, Anfangs wird er wohl etwas böſe ſein, wenn er aber nur erſt weiß, wie Alles gekommen iſt, ſo wette ich darauf, er ſagt: Das war Recht, mein lieber Ivar, du haſt dich wie ein braver Kerl be⸗ nommen! Auch haſt du wohl gethan, nicht hinter dem Karren drein zu ziehen,— dieſen kann ich ja mit heim⸗ nehmen, wenn ich in der nächſten Woche mit Nils Parsſoes Fuhrwerk dort vorbei komme, und dem armen Schimmel war es auch zu gönnen, daß er frei und ledig vom Vorſpann heimſpazieren konnte. Ja, ſo wird der Vater ſagen, aber Troſt werde ich erſt bei der Mutter finden: ein Auge könnte ſie darum geben, das weiß ich. — Aber von den Ohrfeigen darf ſie kein Wort erfah⸗ ren, denn ſonſt darf ich nicht mehr hinaus. Meinſt du nicht auch, Schimmel, daß es beſſer iſt, wenn wir da⸗ von ſchweigen?“
Hie und da gab der Schimmel durch ein ſchwaches Wiehern ſeine Zuſtimmung zu erkennen, und ſie ſetzten ihren Weg eine Zeitlang ſtillſchweigend fort. Allein bald blieb Ivar wieder ſtehen, und lauſchte mit ge⸗ ſpannter Aufmerkſamkeit auf den Sturm, welcher heulend die Zweige eines großen Reiſerhaufens herumwirbelte, zu welchem jeder Vorüberziehende gerne ſein Theil bei⸗ zutragen pflegte, um ſo die Gebeine des Ermordeten zu bedecken, welcher, der Sage nach, darunter lag.
Mit einem leichten Schauder näherte ſich Ivar dem Haufen, und ſagte, mit Bezug auf die ſeltſame Ge⸗ ſchichte, die mit jenem Morde zuſammenhing:„Als dieß geſchah, ging es wohl noch anders zu, als heute Nacht. Hätte ich ihm aber ſeine Ohrfeige wieder zu⸗ rückgegeben,“ fuhr er auf ſeine eigene Angelegenheiten übergehend fort,„ſo mag Gott wiſſen, wie es mit mir hätte werden können. Es war wohl eine ſchändliche Behandlung!— und das gelobe ich hier,“ damit legte


