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383 geſchmeichelt ſie ſich fühlte, und wie entzückt ſie war
üͤber die Aufmerkſamkeit ihres Schwagers. Der Shawl, welchen er ihr zum Präſent machte, war um die Hälfte theurer, als der Brautſhawl!
Auf dieſe Weiſe beſtegt, begann Henriette ſich anzu⸗ kleiden, denn ſie fand nach einer kurzen Ueberlegung, daß ſie ſich ſelbſt und dem armen Patrik die Auf⸗ opferung ſchuldig wäre, nicht vor Schmerz zu ſterben.
43.
Hier könnte man den kleinen Roman über Fräulein Blenda's Reiſe nach dem Glücke für beendigt halten, da ſie daſſelbe nun erreicht hat; da jedoch an dem Tage nach jenem, da ſie aufhörte Fraͤulein Blenda zu heißen, eine kleine Ueberraſchung ihrer wartete, ſo bitten wir um die Erlaubniß, als Poſtſcriptum noch ein Faßfte aus ihrem Leben als Gattin mitſenden zu Fürfen.
Es war gegen neun Uhr am Morgen.
Weder die Braut, noch auch jemand von den wenigen
zur Hochzeit eingeladenen Gäſten hatte ſich bis jetzt
ſehen laſſen. Der Bräutigam aber war auf, und draußen in voller
Thätigkeit mit verſchiedenen Anordnungen; und je zu⸗
weilen klopfte er an eine Thüre, bald bei ſeiner Schwieger⸗ mutter, um einige Worte mit ihr zu reden, und bald bei Frau Gyllenhake(welche, in Parentheſe geſagt, einige Wochen bei den Neuvermählten bleiben ſollte), um nih, kinen kleinen Rath von dieſer geſchätzten Freundin u holen.
1 Endlich kam Leben in die Corridore dort oben: die Gaͤſte begannen aus⸗ und einzugehen.


