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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
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Frage Blenda!

Ach ſo, die kleine Couſine ſoll antworten!*

Das denke ich gewiß nicht zu thun ich verweiſe auf die Mutter!.

Das iſt mir ein ſonderbares Spiel!... Nun,

Tante Emerentia, wir ſind alte Bekannte und klug dazu, wir ſcherzen nicht! Was haſt Du von der Sache zu vermelden?

O8, mein beſter Herzensfreund! wäre es nicht ein ſo weiter Weg, ſo würde ich Dich auf den Ort verweiſen,

von dem wir eben kommen; nun aber bitte ich Dich ganz einfach: glaube Henrietten, denn ſie iſt gewiß nicht

Diejenige, welche mit dergleichen Scherz treibt!

Was der Tauſend! alſo iſt es wirklich wahr? O Herr und mein Gott! Du biſt alſo wirklich ein verlobter Kerl, Bruder Johann? Aber ich begreife nicht, wie das Alles zuſammenhängt, da die kleine Schwägerin den Couſin Johann niemals hat ausſtehen können, und über⸗ dieß auf einen Grafen wartete, der dem Baron im Wege lag!

Nun, nun, ſiel Johann ein, da er ſah, daß ſeine junge Braut der ganzen groben Artillerie von Patrik's zudringlichen Fragen ausgeſetzt warDu weißt wohl, es verlohnt ſich der Mühe nicht, nach den Urſachen der Launen eines Frauenzimmers zu fragen. Der Grafen⸗ titel war eine kleine Myſtiſication, um nicht nöthig zu haben, die Wirklichkeit zu eröffnen. Lange habe ich meine Netze ausgelegt gehabt, um das Herz meines Couſinchens zu fangen; aber erſt geſtern, nachdem ich ſie und die Tante entführt hatte, fand ſie für gut, mir die Erlaubniß zu ertheilen, daß ich meinen Fang einziehen dürfte. Alſo iſt die Verlobung nicht über vierundzwanzig Stunden alt.

Und ſie geſchah gewiß auf Swanwik man iſt nicht Schuld daran, wenn man mehr weiß, als die Leute mitzutheilen für nothwendig erachten!