380
an: ſie wartet! Willſt Du, daß ſie etwas ahnen ſoll? Noch ahnt ſie nichts!“ Ein Blick, der halb von Haß und halb oon einem
andern Gefühle glühte, traf Johann. Darauf wendete
ſie ſich ab, um eine verrätheriſche Thräne zu beſiegen. Als ſie ſich wieder umwendete— und das geſchah
faſt augenblicklich— ſuchte ſie Blenda, welche in⸗ 1 zwiſchen den Takt gehabt hatte, ſich zu Patrik zu wenden.
„Aber, meine Herrſchaften,“ ſagte dieſer,„was zum
T—l ſteht Ihr ſo feierlich hier? Ihr ſeht ja alle mit
einander ſo ſonderbar aus!“ „Ja wohl,“ rief Henriette, und ſie konnte wieder lächeln— denn Gott ſei gelobt, das Weib iſt immer
ein Weib!—„jetzt fragſt Du eben ſo wie ich vor einem
Augenblick; und ich wette, Du biſt nicht im Staude, die Urſache dieſer Feierlichkeit zu errathen!“ „Nein, da haſt Du Recht, mein Stümpfchen!“
„Ja ſiehſt Du, mein lieber Stumpfl“— über Henriettens Lippen zitterte ein ſonderbares Lächeln, als
ſie ſich zum erſten Male in ihrem Leben eines Schmeichel⸗ wortes nach Patrik's Geſchmack bediente—„ſiehſt Du, mein lieber Stumpf! ſie ſind ein wenig verlegen, und
dazu haben ſie wahrhaftig ihre Gründe; denn ſie kommen,
um uns, ihren nächſten Verwandten, beinahe zu gleicher Zeit mit der Welt die Nachricht zu geben, daß am näch⸗
ſten Sonntage das Aufgebot ſein wird für... ahnſt
Du etwas?“ „Ob ich etwas ahne?“
Patrik ſchlug ſeine großen erſtaunten Augen auf
und betrachtete ſie alle der Reihe nach.
„. Für— den Galanteriehändler Herrn Johann Blücher und Fräulein Blenda von Kühlen!“
„Nun ſo hol's der Henker! Das war mir eine Neuig⸗ keit, die ſich gewaſchen hat!... Aber ſie wirft mir Puder in die Augen!— nicht wahr, Johann? O, die Henriette!“—
———
auf d
.— 1 Tant wir
zu ve
ſo w
von ganz
Diej
Herr Kerl Alle Cou dieß Wes
jung zudr es v Laut titel habe meit Cor und Erl dür Sti
nich mit


