„dieſe Großmuth macht mich zeitlebens zu dem erge⸗ benſten Sohne— und mit Gottes Hilſe ſoll meine Blenda ſo glücklich werden, daß ſie nicht Zeit erhält, den hohen Rang zu vermiſſen, welchen ſie hätte erhal⸗ ten können!“
Blenda lag in den Armen ihrer Mutter.
„Biſt Du wirklich glücklich, Kind?“
„Ich bin mehr denn glücklich— ich bin von der Erde hinweggezogen, und doch erſt jetzt dahin gezogen ... denn von nun an wohne ich nie wieder in Luft⸗ ſchlöſſern.“
„Nun, nun, Du Kleine, da iſt Alles gut, und wir können auf jeden Fall— Gott ſei dafür gelobt— mit dem Erfolge unſerer Reiſe zufrieden ſein..
Erſt ſpät am Abende, da unſere Damen hinauf gekommen waren in das große und ſchöne Gaſtzimmer, welches beſtimmt war, das eigene Zimmer der Frau Emerentia zu werden, hatten ſie Gelegenheit ſich in einem von beiden erſehnten Vertrauen zu ergießen.
Und als nun die Tochter der Mutter auf ihr Ge⸗ wiſſen betheuerte, daß kein Fünkchen von Aufopferung darin läge, daß ſie den Baron ausſchlüge, ſondern daß
nur der Gedanke, ihn doppelt zu betrüben, ſie ſchmerzte,
wenn ſie ihm Nachricht gäbe von ihrem eigenen Glücke — ein Glück, ſo hoch und innig, daß ſie ſich das Le⸗ ben nicht anders als an Jean's Seite denken wollte— da ſtieg eine vollkommene Ruhe in die bald zufriedene 85 bald wieder demüthige Seele der Frau Emerentia erab.
den Lage und ſeiner bequemen und eleganten Einrich⸗ tung, hatte natürlich Mutter und Tochter ebenfalls entzückt; und beide hatten mit Gefühlen von unſäglicher Freude vernommen, daß„Couſin Jean“ ſchon zum nächſten Herbſte ſeinen Handel niederlegen und einem ſeiner Buchhalter überlaſſen wollte. Er beſaß ein hin⸗
Das ſchöne, wohlgebaute Gut mit ſeiner entzücken⸗


