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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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reichendes Vermögen, um künftig glücklich und unab⸗ hängig als Landwirth leben zu können.

Es wurde beinahe Morgen, ehe der Schlaf die Augen unſerer Damen ſchloß. Die Mutter, welche ſich ſchon längſt gelegt hatte, vertrieb ihn von ſich ſelbſt dadurch, daß ſie in jeder Minute Blenda fragte, ob ſie denn das Fenſter niemals zu verlaſſen dächte. Und Blenda, welche ſich nicht ſatt ſehen konnte an ih⸗ rem Garten, ihrem Landſee, ihren Holmen und allem Ihrigen, antwortete immer:ich komme, Mutter! aber ſie kam dennoch nicht, bis endlich Frau Emerentia ſehr liſtig ausrief:

O mein Gott, wie wirſt Du morgen ausſehen! Ich bin überzeugt, daß Johann da geträumt zu haben glauben wird von all der Schönheit, die er heute Abend

angebetet hat!

Das war ein Argument, dem nicht zu widerſte⸗ hen war.

Blenda flog hinweg von dem Fenſter, indem ſie den Alleen, den Blumenbeeten und ihrem ganzen Gute noch ein halbes Dutzend Kußhändchen zuwarf.

41.

Als an dem ſchönen Morgen des Tages vor Pfing⸗ ſten unſere Heldin zur Fortſetzung des neuen Lebens erwachte, welches nun für ſie begonnen hatte, war ihr erſter Gedanke nächſt Demjenigen, der ſich in einem inbrünſtigen Dankbarkeitsſeufzer zu Gott Luft machte der, daß ſie ihr bisheriges Leben noch einmal durch⸗ ging, um alle ihre Keinen Thorheiten zu beſtrafen.

Doch dieß ſei zur geringen Ehre für ihre Geduld geſagt ehe ſie bis zur Hälfte der Liſte