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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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ſie nur Concordia geheißen, ſo wäre nichts halb ge⸗ worden: da hätte ſie nicht nur das Anerbieten bekom⸗ men, Freiherrin zu werden, ſondern ſie wäre es wirk⸗ lich geworden... Daß dieſer Plan verloren ging, das iſt die Schuld des ſeligen Vaters!.. Nun aber iſt es, wie es iſt, und da ſie nun ſelbſt ſo ausſieht, als waͤre ſie glücklich, ſo...

Hier klopfte ſie an die Thür.

Sie wollte ſich der Macht der Verſuchungen nicht länger ausſetzen... und überdieß, da ſieden Anſtand ſehr liebte, ſo konnte ſie es den jungen Leuten wohl nicht geſtatten, den ganzen Abend allein da zu ſitzen.

Bei dem erwähnten Signale von Außen fuhren die Glücklichen aus ihrem Traume auf.

Mutter! rief Blenda.

Tante! rief Jean(... wir wagen es nicht, un⸗ ſere Heldin zu beleidigen und ihn Johann zu nennen).

Und zu gleicher Zeit eilten beide hinaus.

Jetzt würde die Verlegenheit und die Erklärung von Neuem angefangen haben und keines von beiden würde vielleicht ſehr angenehm geweſen ſein wenn nach Frau Emerentia auf eigene Hand Alles gelöst

ätte.

Wie glücklich!

Nicht im Stande, die Unwiſſende zu ſpielen, brach unſere gnädige Frau gleich die erſten Worte ihres künf⸗ tigen Schwiegerſohns durch den Ausruf ab:

Ich weiß Alles, habe Alles gehört, und um der ſeligen Regine Sophie willen muß ich wohl zufrieden ſein mit dem Schwiegerſohn, den das Schickſal mir beſcheert hat.

Nun war dieſes zwar ein ganz anderes Formular, als auf das Loos des Grafen oder des Barons gefallen ſein würde; doch der junge Blücher war unendlich ent⸗ zückt über daſſelbe, ſo wie es nun einmal war.

Meine gute, meine vortreffliche Taxtat ſagte er,