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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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Nun ſo höre... Da Du mich durch einen häß⸗ lichen Streich heilen wollteſt und wahrlich, Du haſt mich ſo geheilt, daß ich wohl in meinem Leben weiter keine romantiſche Idee bekomme ſo war es doch ſonderbar, daß Du Henrietten dahin brachteſt, mich einzuladen. Wäre ich gekommen, was ſo leicht hätte geſchehen können, wäre ja Dein Geheimniß augenblick⸗ lich enthüllt geweſen.

O, ich wußte wohl, daß Du Dich allzu wenig nach der Bekanntſchaft des Couſin Jean ſehnteſt, als daß Du kommen würdeſt... Auch geſchah dieß, um ein für allemal Henrietten irrezuleiten... Um jedoch für einige Tage vollkommene Freiheit zu erhalten, ſo überredete ich Patrik, die Einladung zu einer Reiſe anzunehmen, und ließ mich ſelbſt ohne Schwierigkeit überreden, mitzureiſen.

O, ich weiß, ich weiß, zu Weihnachten, da wir darüber lachten, daß der improviſirte Couſin Jean zu derſelben Zeit an zwei Orten wäre!

Ach, antwartete er mit einem Lächeln, das an ihre eigenen Scenen im Schauſpiele erinnerte ich hatte genug daran, an einem zu ſein!

Du warſt ja aber mit Patrik verreist?

Verſteht ſich aber ich hatte meine Vorſichts⸗ maßregeln genommen. Nachdem ich erſt von der Un⸗ ruhe geredet hatte, mit welcher ich ein für mich wich⸗ tiges Falliſſement fürchtete, holte mich unterwegs zu

rechter Zeit ein Expreſſer ein, welcher mir einen Brief brachte, der bewies, daß meine Unruhe nicht allein Grund gehabt hatte, ſondern auch, daß meine Anweſen⸗ heit in Stockholm auf einige Tage nothwendig war.

Ja, ja! rief Blenda, die ganz unvorbereitet das Vermögen zu lachen wieder erhielt es iſt die Frage, mein Couſin, ob nicht Du die meiſte Anlage zu ro⸗

mantiſchen Ideen haſt!... Aber eben dieſer Gedanke führt mich auf eine Aeußerung Henriettens, nämlich daß Dein Herz längſt von andern Banden gefeſſelt wäre, und