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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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Auf jeden Fall war aber das ein boshafter Plan!... Ja, fuhr ſie fort, nachdem ſie einige Augenblicke ganz tiefſinnig das entzückende Köpfchen in der Hand ge⸗ wiegt hatte,ich bleibe dabei, er war boshaft und ſogar unvernünftig!

Im Gegentheil, es war ſowohl ein guter, als auch ein vernünftiger Plan, denn er bezweckte Dein wahres Glück.

Mein wahres Glück?

Ja, denn Du bedurfteſt einer kleinen Lection...

Doch ſollſt Du bald erfahren, geliebte Blenda, inwie⸗

fern Derjenige, welcher als er zu gleicher Zeit darnach ſtrebte, ſein eigenes Glück zu gründen ſtrenge genug war, dieſen Querſtrich über Deine goldenen Luftſchlöſſer als unumgänglich nothwendig für Dein künftiges Glück erachtete, nicht auch im Stande war, ſich für Dich aufzuopfern.

Wie meinſt Du?

Ich meine, Du mußt Dich entſinnen, mein theures Couſinchen, daß ich Dich nie durch irgend ein Ver⸗ ſprechen gebunden habe, was doch... i9e, ſehr leicht geweſen ſein würde! Das geſtehe ich ein!

Ferner, daß ich niemals auch nur das delicateſte Verhältniß zwiſchen Verwandten überſchritten und noch viel weniger auf ein einziges der vertraulicheren Pri⸗ vilegien eines Couſins Anſpruch gemacht habe.

Nein, nein, Du biſt redlich und edel geweſen in allen Stücken!. Du haſt nur Einen Fehler: Du biſt Couſin Johann!

Wenn nun aber dieſer Fehler unverbeſeerlich iſt, ſo bleibt Dir ja immer Hülfe gegen ſeine Unannehm⸗ lichkeiten...

Und welche?

Die, daß Du in Deinem Couſin nur Deinen

Couſin ſiehſt! Blenda's Antlitz wurde von einer heißen Röthe

überg. Rath