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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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ſehen Dich glücklich machte, ehe ich Dich auf die eben ſo eingebildete angenehme Ueberraſchung vorbereitete, die ich Dir zu machen glaubte...

Angenehme Ueberraſchung ja, das mochte ſie ſein! murmelte daß junge Mädchen.

Vergiß ja nicht, daß ich feſt überzeugt war, Du ſäheſt mich ſelbſt und keinen Andern; nie trübte nur der entfernteſte Gedanke an die Illuſion, die Du Dir machteſt, die Reinheit meiner hoffnungsvollen Freude einen einzigen Augenblick.

Das iſt ſehr wahr; Du konnteſt nichts wiſſen das vergeſſe ich immer!

Ueberdieß wünſchte ich Dein ganzes unſchuldiges Vertrauen zu erhalten, ehe ich mich erklärte.

Und warum denn das?

Weil mir viel daran lag, zu erfahren, was Du meiner Mutter geantwortet hatteſt auf den Vorſchlag, den ſie Dir in Betreff der Verbindung mit ihrem Lieb⸗ linge gemacht hatte. Da Du nicht wußteſt, daß Dein Ritter undCouſin Johann eine und dieſelbe Perſon waren, ſo fühlte ich mich ſchrecklich eiferſüchtig auf mich ſelbſt und bebte vor jedem Erfolge, den die Mut⸗ ter in meinem Namen möglicher Weiſe gewinnen konnte.

Du erhieltſt aber bald die Aufklärung, daß dieſe Furcht überflüſſig war, denn wenn ich mich recht entfinne, redete ich deutlich genug.

Ja, ſo deutlich, daß ich, anſtatt Dir ſogleich Alles zu vertrauen, mich entſchloß, Dich zu heilen, Du kleine Romanheldin, und zur Strafe für Deinen Hoch⸗ muth Dich ſo für den armen Hutſtaffirer einzunehmen, daß Du trotz aller dieſer kleinen romantiſchen Grillen nicht im Stande wäreſt, ihn zu verſchmähen, wenn er es wagte, nicht allein mit ſeinen Gefühlen zum Vorſchein zu kommen, ſondern auch mit der un⸗ angenehmen Notiz, die er nun mitzutheilen gezwun⸗ gen war.