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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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dieſes Zuſammentreffen gleichſam das erſte Kapitel eines Romanes?

Darum, weil Du ſelbſt es dazu machteſt: Du verwieſeſt mich ja äußerſt pikant auf ein Burgfräulein aus dem Mittelalter, und ich war ſehr bereit, Dein Ritter zu werden, denn auch mich ergriff ein romanti⸗ ſcher Geiſt dergleichen iſt anſteckend!

Aber der ganze Zauber wäre ja gelöst geweſen, wenn Du, wie es Deine Pflicht war, geſagt hätteſt, wer Du warſt!

Wie kannſt Du verlangen, entgegnete der Ergraf lächelnd,daß ich an etwas denken ſollte, das für meine Eigenliebe ſo kränkend geweſen wäre! Inzwiſchen würde ich mich offen erklärt haben, oder richtiger: ich würde niemals incognito aufgetreten ſein, wenn es nicht ein Geheimniß für meine Mutter geweſen wäre, daß ich mich damals noch in Schweden aufhielt...

Und warum täuſchteſt Du denn ſie ebenfalls 24

Um ihretwillen!

Um ihretwillen?

Ja, und auch um der kleinen Tyrannei zu ent⸗ gehen, die bisweilen ſogar in ihrer Liebe lag.

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Ich hatte mich eine längere Zeit nicht ganz ge⸗ ſund gefühlt ich wünſchte einen Badeort zu beſuchen; aber überzeugt, daß meine Mutter bei der bloßen Nach⸗ richt, meine Geſundheit hätte gelitten, Himmel und Erde erregt und ſich nicht eher beruhigt haben würde, bis ich zu ihr gezogen wäre und ſie mich mit einer allzu eigenſinnigen Zärtlichkeit gepflegt hätte, beſchloß ich, dieſe Badetour mit einer Reiſe in's Ausland, die ich meiner Geſchäfte wegen machen mußte, zu verbinden.

Aha! darum alſo dauerte es ſo lange, bis ein Brief von Hamburg kam?

Richtig!... ich hielt mich drei Wochen lang bei Guſtavsberg auf und war eben nach Wenersborg ge⸗ kommen, um mich nach Göteborg zu begeben, als uns