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Einbildung! Weil ich, der nicht einmal in dem Wirths⸗ hauſe wohnte, in das Zimmer des Grafen C—ereutz gehe, muß ich nothwendig dieſer Graf ſein... und dieſen Wahn hältſt Du während unſerer ganzen Be⸗ kanntſchaft feſt! Der Graf hat Dein Herz gewonnen, nicht die Perſon, nicht Couſin Jean!“
Jetzt brach Blenda in heftige Thränen aus.
„Welch ein unendliches Spiel!“— entgegnete ſie endlich, da die Thränen ihr ein wenig Luft ließen— ein armes Mädchen ſo zu täuſchen!... O mein Gott, mein Gott, laß mich nicht wahnſinnig werden!... Couſin Johann!... der Hutſtaffirer!... O, das iſt ſehr, ſehr unwürdig!“
Und die arme Blenda begann von Neuem zu ſchluchzen, zu ſchluchzen wie ein Kind, dem man das beſte Spielzeug genommen hat.
„Laß uns die Sache näher betrachten,“ bat Johann, „ſo werden wir ſehen, ob ſie ſich nicht milder beur⸗ theilen läßt!“ 3
„Das möchte ich wohl ſehen!“
„Erſtlich habe ich mich nie für einen Grafen aus⸗ gegeben.“
„Aber ich hielt Dich dafür!“
„Wer kann dafür, daß Du eine ſo lebhafte Phan⸗ taſte haſt, meine liebe Blenda, und nichts Anderes ſiehſt, als Grafen und Barone?“
„Weiter!“
„Ferner nahm mich Deine entzückende Geſtalt augenblicklich ein, da ich Dich bei dem Wirthshauſe in Wenersborg ſah; und als ich von Eurem Skjutsbauer erfuhr, wer Du warſt, ſo beſchloß ich, mit Dir zu ſprechen, welchen Entſchluß ich auch ausführte mit dem vollſten Vorſatze, Dir nützlich zu werden.“
„Aber warum,“ ſiel Blenda ein, und die Neugierde begann ſchon Macht zu bekommen über die in den Augenfranſen glimmenden Thränen,„warum wurde
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