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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
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in das nächſte Zimmer führen? Ich habe das Bedürf⸗ niß, mich allein mit ihr zu erklären!

Unſere gnädige Frau, welche von Neuem einige angenehme Beſuche von ihrer Sehergabe erhielt und glaubte, dachte, hoffte, daß vielleicht Alles noch beſſer endigen könnte, als ſie noch ſo eben vermuthet hatte, antwortete nur mit Verneigungen.

Und ohne eine beſtimmtere Erlaubniß abzuwarten, öffnete der Eigenthümer des Hauſes die Thür eines kleinen Eckzimmers, deſſen ſämmtliche Wände mit Bücher⸗ brettern bekleidet waren, und deſſen einziges tragbares Geräth, außer einem Tiſche mit Kupferwerken und Ge⸗ mälden, in einem kleinen Sopha für zwei Perſonen beſtand.

Wären Blenda's Blicke im Stande geweſen, auf irgend etwas zu weilen, ſo würde ohne Zweifel dieſes kleine Zimmer mit ſeinen langen grünen ſeidenen Gar⸗ dinen, zwiſchen denen Heliotropen und Myrthen in Menge hervorblickten und mit ſeinem Geiſte der Ruhe ſie mehr entzückt haben, als irgend eines von den übri⸗ gen... aber ſie ſah weiter Nichts, als daß die Wangen ihres Liebhabers bleich geworden und daß ſeine Augen weit entfernt waren, die ſeligen Gefühle auszudrücken, welche in dieſem Augenblicke in ihm leben mußten.

39.

Blenda! ſagte der junge Mann leiſe, indem er

ſſich neben ſie ſetzte und mit einem Blicke voll gedämpf⸗

ter Leidenſchaft ihr ſchönes, ſeelenvolles Antlitz betrach⸗ tete,Blenda, Blenda! haſt Du laß uns jetzt dieſe vertrauliche Benennung anwenden haſt Du gar Nichts errathen.. Nichts errathen wolhen 2*

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ſelbſt völlig verloren zu haben ſchiendarf ich Blenda