3⁵⁴ ſcheinlich mit ſeinen beiden Kabinetten an den Seiten ſelb
in dem Salon Platz finden, den der Baron auf ſeinem in!
prächtigen Gute hat!“ niß „Das mag wohl ſein,“ entgegnete Blenda, indem
ſie ſich mit einer kleinen koketten Nachläſſigkeit in einen ang
der ſchwellenden Ruheſeſſel, die den Divantiſch umga⸗ glau
ben, warf,„aber ich trotze ihm, wenn er in der Wahl end
der Möbeln, der Farbe und der Anordnung ſelbſt mit antn dieſem wetteifern kann!. Ich bin ſo entzückt über dieſen göttlichen Ort, ſo entzückt, daß ich nur mit öffn Mißbehagen daran denken kann, daß ich ihn verlaſſen kleit
muß!“. bret „So bleiben Sie denn hier, mein Couſinchen,H“ Ger wenn es Ihnen beliebt“— fiel Couſin Jean mit einem mäl
zärtlichen und ſtrahlenden Blicke ein—„denn das Gut beſt gehört mir, und Sie wiſſen wohl, daß ich keinen leb⸗ hafteren Wunſch hege, als Sie zur Herrſcherin deſſel⸗ irge ben zu machen.. doch, werden Sie das wohl werden kleit wollen?— darüber hege ich bittere Zweifel!“ din
Dieſe Erklärung kam ſo ganz ohne alle Vorberei⸗ Me. tung, ohne die geringſte Feierlichkeit, daß zwei unbe⸗ ſie ſtimmte Ausrufungen, die eine gleichſam ein Echo der andern, den Lippen der Mutter und der Tochter ent⸗ ihre fuhren...., weit
Darauf trat eine Minute lang ein banges Still⸗ wel⸗ ſchweigen ein.
„Wie?“ ſtotterte endlich Blenda.„Sind wir alſo zu Hauſe bei uns?“
In dieſen Worten lag etwas ſo unbeſchreiblich Hin⸗ reißendes, daß Couſin Jean unwillkürlich ſeine Arme ausſtreckte, um Diejenige, welche ſie geſprochen hatte, an ſein Herz zu drücken.
Aber augenblicklich ſanken die Arme wieder herab, ſſich ohne nur das junge Mädchen, das ſich zitternd erhoben hatte, berührt zu haben. tete
„Meine beſte Tante“— mit dieſen Worten wendete ve ſich der junge Mann an Frau Emerentia, welche ſich Nich
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