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Don Rodrigo und wie ſie Alle heißen. Meine ſelige Großmutter, welche die Welt geſehen hatte, traf einmal nicht weniger als drei Spanier.“
„Aber, wie in aller Welt, liebe Mutter, verfällſt Du jetzt, da wir ausgehen und einkaufen wollen, mit Deinen Gedanken auf Spanier und Mauren?“
„O, der Gedanke fliegt und fährt. Ich will nur ſagen: es iſt nicht ganz unmöglich, daß wir, die wir jetzt reiſende Damen ſind, auf das Eine und das An⸗ dere ſtoßen können.... Doch es iſt Zeit, an Deinen Einkauf und an meine Bandrolle zu denken. Setze nun den Hut auf und ſieh nicht allzuſehr auf die Straße hinab, wenn Du gehſt, liebes Kind!“
—„Auf die Straße hinab?“
„O, Du verſtehſt wohl!“
„Nicht im Mindeſten.“
„So höre denn: die Ehrbarkeit iſt die höchſte Zierde des Weibes; doch darf ſie ſich weder menſchen⸗ ſcheu zeigen noch ſich zieren, ſondern den, der ſie an⸗ ſieht, frei anſehen können. Behüte Gott, daß Jemand ſagen ſollte:„„Sieh, dort geht ein Landfräulein!““
„Aber, liebe Mutter!“
„Slill, mein Engel! Ich meine nicht, daß Du irgend Jemandes Blicke aufmuntern ſollſt, wenn Du von ſolchen verfolgt wirſt, ſondern ich meine: wenn ſich eine natürliche Gelegenheit zu einer anſtändigen Connaiſſance darbietet, ſo ſollſt Du auch natürlich ſein,
wie Du pflegſt. Es überfällt Dich Niemand mit Naſe⸗
weisheiten, das kann ich Dich verſichern, denn Du ſiehſt ebenſo entſchloſſen aus, wie ich in meiner Jugend.“
„Gut, liebe Mutter, ich wünſche nichts Beſſeres, als natürlich ſein zu dürfen— ich werde alſo ganz ſo ſein, wie es mir am beſten ſcheint, wenn eine ſolche Gelegenheit eintrifft, wie Du Dir vorſtellſt.“ 4
„Gut, mein Kind... und nun Marſch! Ich meine,
ich ſehe auch nicht ſo übel aus— wenn es nur immer


