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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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portrefflich ſteht, daß eine Verwandte ſich ihrer anneh⸗ men will.““

„Ach, mein Gott! es wird alſo wirklich etwas daraus?“

„Ganz beſtimmt! Der Reichstagsmann fährt uns ſelbſt nach Wenersborg; und ſobald ich mit dem Com⸗ miſſar ein Wort geredet habe, daß er für uns Platz beſtellt, und der Tag beſtimmt iſt, ſo ſchreibe ich an Regine Sophie, daß ſie uns in dem fremden Lande entgegenkommt.“

Es entſtand eine kurze Pauſe.

Frau Emerentia war hierauf gar nicht vorbereitet:

ſie erwartete einen Ausruf des Entzückens und der

Bewunderung über die von ihr entwickelte Thätigkeit zu hören.

„Glaubſt Du denn meinen Worten nicht, Kind? — Glaubſt Du nicht an Dein eigenes Glück?“

„Ja, ich glaube, doch... vergib mir, liebe Mutter!“ Und mit einem Ausdrucke von Angſt und rührendem Schmerz faltete Blenda ihre Hände, indem ſie zu der Mutter einen Blick erhob, worin Thränen glänzten.

„Mein Töchterchen, was iſt Dir?“

„Mir iſt bange!“

„Bange?— wovor denn— unter dem Schutze Gottes und Deiner Mutter?“

„Vor mir ſelbſt!“

Frau Emerentia ſah ein wenig verlegen aus. „Wie?“.

„Ich weiß nicht, was mich ankommt— ich bin nicht ſo wie vorher. Geſtern Abend vergaß ich vier Dinge, deren ich mich erſt jetzt entſinne.“

„Laß hören, was für Dinge das ſind! Dein Kopf war ja auch ſo voll, Du armes Kind, daß Du nicht an Vieles denken konnteſt.“

„O ja, denken konnte ich ſchon an Etwas: ich

war ſo... ſo vornehm in meinen Träumen, ſowohl

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