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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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Das Beſte an Blenda war jedoch das Herz, dieſes gute, reine Herz, dem ſie oft alle ihre ſchönen Träume, ja ſogar das Romanleſen opferte, um einem nothleiden⸗ den Nächſten zu Hülfe zu eilen: und der Beiſtand, den ſie leiſtete, zeigte ſich nicht allein in Wachen, Warten und Zäͤrtlichkeit, ſondern ſogar darin, daß ſie im Stillen viele kleine Arbeiten verfertigte, von denen der Verdienſt für diejenigen beſtimmt war, welche weniger hatten, als ſie. Wenn dann die Unterſtützten flüſterten, daß ein Engel des Himmels ſie beſuchte, ſo lächelte Blenda gleich einem wirklichen Engel und dachte, es wäre doch das Allerſchönſte von allem Schönen auf Erden, wenn man Andern dienen und ſie tröſten könnte..

Siebenſchläferin! willſt Du nicht erwachen? ſagte Frau von Kühlen, indem ſie ſtreichelnd die roſige Wange der Tochter berührte.

Ach, Mutter, welchen dummen Schlaf und welche dumme Träume habe ich gehabt! Blenda ſtreckte der Mutter die Arme entgegen und verbarg ihr glühendes Antlitz an dem mütterlichen Buſen.

Ja, ja, das konnte ich mir wohl denken!... Doch höre, was ich heute ſchon ausgerichtet habe ich bin beim Reichstagsmann und bei der Nämndemanns⸗ mutter geweſen.

Ich wage kaum zu fragen, wie es abgelaufen iſt!

Das ſiehſt Du mir wohl an Alles iſt abge⸗ macht: der Reichstagsmann ſchießt uns das Geld zur Reiſe vor.Es wäre Sünde und Schande, ſagte der Biedermann,wenn ich nicht zwei einſamen Frauenzimmern helfen wollte, beſonders jetzt, da es ſo