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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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Du

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Blenda's Antlitz gab beredt einen wechſelnden Ausdruck von Entzücken und Erſtaunen wieder: mit Begierde fing ſie die Worte von den Lippen der Mutter au

Aber was fangen wir denn im Sommer an? ſtotterte ſie, da die Frau Emerentia tief Athem holte.

Da genießt man tauſenderlei Dinge umſonſt!

Umſonſt?

Ja wohl! das Haus Deiner Tante liegt ganz in der Nähe des königlichen Thiergartens, welcher aber, wie man mir geſagt hat, jetzt keine Thiere mehr ent⸗ halten, ſondern nur ein ungeheurer Promenadenplatz ſein ſoll mit allen Arten von Luſthäuſern, Lauben und Villen, Bildern und Blumengärten und einem hübſchen Schloſſe, worin der König und die Königin und alle Königlichen eſſen, ſo daß die Leute durch die Fenſter zuſehen dürfen... und dann die Muſik der Regimenter

.. und Wagen mit Staatsjägern und vornehmen Damen und Offtziere, Du Kleine, welche auf weißen und ſchwarzen Pferden reiten, und eine Maſſe von Leuten, welche hin⸗ und hergehen wie eine See. Auch dort iſt ein Schauſpielhaus, aber ich weiß nicht gewiß, ob man auch ohne Bezahlung hineingehen darf... Und denke Dir nun Gott behüte das Land! wenn es ſich ſo glücklich träfe, daß die alte Majeſtät ſtürbe, ſo bekämen wir das königliche Begräbniß zu ſehen, und die Krönung und die Herren und Pagen des Rei⸗ ches.. und die Krönungspferde mit der königlichen Schabracke!.

Ach, es iſt ganz unmöglich für uns, hinzukommen! ſeufzte Blenda, welche erſt jetzt, da ſie das Perſpectiv, welches die Mutter ihr vorhielt, recht auffaſſen konnte, die Schwierigkeiten zu betrachten begann.

Ja, ſei Du überzeugt, daß wir hinkommen, und das ſchon in einem Monat!

Blenda ſchrie auf ſie konnte dieſen Worten nicht glauben.