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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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munter machen würde iſt Dir nicht, als wollteſt Du fliegen?

Nein, das kann ich nicht ſagen.

Wie? Du biſt nicht zufrieden?

Die Einladung war ſo kalt, ſo förmlich, in einem ſolchen Beſchützertone!

Liebes Kind! wäre Alles gleich im Anfange voll⸗ kommen, ſo hätte man ja nichts zu hoffen und zu erwarten.

Das iſt wohl wahr, aber...

Laß uns vor allen Dingen nicht ungenügſam ſein! Deine Tante iſt eine ſehr wohlwollende Frau, die es ohne allen Zweifel beſſer meint, als ſie ſich ausdrückt; und ſollte ſie auch wirklich ihren kleinen Stolz haben, ſo iſt ja darüber nicht viel zu ſagen; ſie iſt im Wohl⸗ ſtande, und wir bedürfen ihres Schutzes.

Ueberdieß, fügte Blenda hinzu,verſpricht ſie uns vollauf Arbeit wir werden ihr alſo nicht zur Laſt liegen.

Richtig, Kind: auch wir können unſern kleinen Stolz haben. Und dann, welche Genüſſe nach der Arbeit! Im Winter ſparen wir uns Geld zu einigen Schauſpielbilleten, monatlich einmal denke Dir nur, Kleine, in der königlichen Oper zu Stockholm zu ſitzen! . ch ſehe ſchon vor meinen Augen, wie ſüß Du biſt in einem kleinen feinen ſeidenen Hute, und wie die Leute Dich angaffen.. Du weißt ja, wie oft wir von Frauenzimmern geleſen haben, die im Theater beobachtet worden ſind.

O Mutter!

Und dann, welche Pracht zu ſchauen Reihe an Reihe voller Menſchen... der ganze Hof für ſich allein... und die Bühne ſelbſt mit Rittern und Damen, Mondſchein und feuerſpeienden Bergen, Alles, wie ſie es gerade haben wollen... Waſſer und Wellen, Bote und Pferde, Du Kleine... und Wagen und Donner und Blitz ſie können Alles zeigen!