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Die Romanheldin : Novelle / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. von C. F. Frisch
Entstehung
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en.

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Und das junge Fräulein fuhr fort:

Wenn es jedoch Dein feſter Entſchluß iſt, Dich in allen Stücken nach den Rathſchlägen zu richten, welche ich gebe, ſo würde ich obgleich wir nur Halbſchweſtern ſind und ich mich alſo allen Weitläuf⸗ tigkeiten, die leider oft die Folge erwieſener Dienſte ſind, entziehen könnte Dich dennoch auffordern kön⸗ nen, Deine Tochter mitzunehmen und hieher zu kommen.

Ich denke Dich nicht auf der Straße zu laſſen, ſondern Du ſollſt bei mir in meinem Hauſe an der Steuermannsſtraße auf Ladugardsland*) Nr... woh⸗ nen; ich habe Dir ein ganz nettes Dachſtübchen abzu⸗ laſſen; und wir wollen durch meine Relationen zwar habe ich nicht viele, aber doch einige zuſehen, daß die Arbeit nicht fehlt.

Wenn Du nun Luſt haſt, Schweſter, ſo richte es ſo ein, daß Ihr wenigſtens einige Fäſſer voll Butter, einen Schinken und einige Käſe mitbringt. Dergleichen könnt Ihr Euch gewiß ſchaffen, und hier in Stockholm iſt Alles, was Nahrungsmittel heißt, von großem Werthe.

Wenn ich von Eurer Abreiſe und mit welchem Dampfſchiffe Ihr kommt, Nachricht erhalte, ſo werde ich Euch bei Eurer Ankunft erwarten.

Die Meinigen ſind gottlob geſund.

Um einen Gruß von mir an die kleine Blenda bittend, verbleibe ich, meine theure Emerentia,

Deine gewogene und wohlwollende Freundin Regine Sophie Thorman.

Alſo eine kleine Wohnung in Stockholm! rief Blenda aus, indem ſie den Brief auf den Schooß fallen ieß.

Ja, ich wußte wohl, daß dieſe Neuigkeit Dich

*) Die nordöſtliche Vorſtadt von Stockholm, in wel⸗ cher die Kaſernen liegen. Anm. d. Ueb.