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die Hochzeit noch, ſo lange er in H— ſei, gefeiert werden ſolle.
Bei der letzten Freudenbotſchaft wuchſen jedoch Mannerſtedt eine Menge Mücken im Kopfe, deren Han⸗ thieren dort, wie er dem Profeſſor anvertraute, höchſt natürlich davon herrühre, weil ſeine Junggeſellen⸗ wirthſchaft erſt noch einige weitere Anordnungen erfor⸗ dere. Aber als ihn der Profeſſor auch in dieſer Hinſicht durch die Verſicherung beruhigte, daß Alles bei ſeiner Heimkehr fertig ſein würde, überließ ſich unſer Held ausſchließlich der gegenwärtigen Glückſeligkeit, deren einziger Schatten die immer mehr zunehmende Schwäche des alten Ling war.
Johannis war von dem Alten zum Hochzeitstag auserſehen, und dieſer ſollte nach ſeinem erſten Aus⸗ ſpruch in aller Stille in ſeinem Hauſe und nur in Gegenwart der nächſten Anverwandten gefeiert werden. Aber mit jedem Tag, mit dem man der doppelten Feierlichkeit näher kam, wurde der Profeſſor ſchlimmer, und konnte endlich das Bett nicht mehr verlaſſen.
Der Kronvogt Ahlmark und der Kommerzienrath verſuchten deßhalb jeder für ſich die Bitte durchzu⸗ ſetzen, daß die Hochzeit in einem ihrer Häuſer gefeiert werden möchte, doch umſonſt, es ließ ſich nicht thun. Der Alte wollte ſich auf ſeinem Ruhebette in den Saal hinaustragen laſſen, um mit eigenen Augen ihre Ver⸗ bindung ſehen zu können. Niemand wagte dem zu widerſprechen, den Alle verehrten. Deßhalb machte man auch alle Vorbereitungen, um ſeinen Wunſch zu erfüllen, und der einzige Troſt der Kommerzienräthin, ſowie der Madame Ahlmark, war der Gedanke an das Hochzeitfeſt am andern Tag, das Beide gemeinſchaftlich geben wollten.
Seit Mannerſtedt's Ankunft hatten häufige, leb⸗ hafte Berathungen zwiſchen ihm, dem Kapitän, Roſa und Karolinen ſtatt gefunden. Man ſandte Briefe ab und empfing welche, die offenbar ein Geheimniß


