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„Sehr wahr,“ erwiederte Mannerſtedt, der ſein Glas nahm und mit Ferdinand anſtieß.
„So, mein Freund und Bruder,“ ſprach der Ka⸗ pitän, nachdem eine herzliche Umarmung den Bruder⸗ bund beſiegelt hatte,„jetzt kommt die Reihe an die Damen. Unſere Mädchen ſollen leben! Möchten ſie Muſter von Frauen werden und uns zu den glücklich⸗ ſten Ehemännern machen!“
„Möchten wir Muſter von Ehemännern werden, und ſie zu den glücklichſten Frauen machen,“ berichtigte ihn Mannerſtedt und leerte ſein zweites Glas.
„Meinetwegen!“ ſcherzte Ferdinand,„es geht auch en aber aufrichtig geſagt, ich meine, das Erſtere paßt
eſſer.“
Jetzt kam Madame Brun mit dem Abendeſſen herein, und die erſten Strahlen des Tages grüßten bereits die Welt, als die jungen Herren noch mit dem Glaſe in der Hand beim Mahle ſaßen.„Nein, Fer⸗ dinand!“ ſagte Mannerſtedt und ſchob zum fünften Male die Bouteille zurück, die ihm der Kapitän immer wieder hinrückte,„jetzt müſſen wir wahrhaftig aufhören und ein paar Stunden ſchlafen. Ich bin es nicht ge⸗ wöhnt, ſo viel zu genießen, und werde krank, wenn Du mich nöthigſt noch mehr zu trinken.“
„Ach was, Geſchwätz! nur noch das Glas da. Zu Ehren unſeres wackern Alten! Auf die Freude und das Wohlergehen ſeiner letzten Tage! Nun, Manner⸗ ſtedt, weigerſt Du Dich, dieſen Toaſt zu trinken?“
„Wir haben ihn ſchon zweimal getrunken,“ fiel Mannerſtedt ein;„aber er verdient es, daß wir zum drittenmal darauf trinken. Doch jetzt, Ferdinand, keinen Tropfen mehr; bei Gott, keinen Tropfen mehr! Gute Nacht!“
„Nun, ſo muß ich wohl Erbarmen mit Dir haben, Du Armer,“ lachte der Kapitän. Die Stühle wurden gerückt und die Herren gingen zur Ruhe.
Gegen neun Uhr Morgens trat Roſa in das Zimmer
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