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nicht der Mühe, ein weiteres Wort darüber zu ver⸗ lieren. Sei deßhalb ſo gut, und verlaß mich.“
„Gott! wie bitter Du biſt, Hilda!“ ſeufzte Ferdi⸗ nand, und ſeine Wangen glühten, ſein Auge flammte. „Glaubſt Du denn, daß ich die Roſen allein für mich behalten und nur Dir die Dornen gelaſſen habe? nein, weit entfernt davon! Die Stacheln haben ſich feſt in mein Herz gedrückt, und dort tiefe Wunden geriſſen. Aber ich werde Dir nicht länger beſchwerlich fallen. Doch, Hilda, ſchlage mir den naͤchſten Walzer nicht ab; es würde nur Verwunderung und Geſchwätz erregen, wenn wir als ſo nahe Verwandte an einem ganzen Abend nur eine elende Francaiſe mit einander tanzten.“
„Keinen Walzer,“ ſagte Fräulein Borgenſköld beſtimmt.
„Nein, ich glaube gerne, daß Du mir dieſe Freude nicht gönnſt,“ erwiederte der Kavpitän düſter;„aber eine Quadrille kannſt Du mir doch wohl nicht verweigern?“
„Nein,“ verſetzte ſie gleichgultig,„auch das iſt durchaus nicht nothwendig.“— Ling ſtand auf, machte eine ſtumme Verbeugung und ging auf eine Weile in ein Spielzimmer.
Die Zeit verflog ſchnell für die muntern Ballgäſte, und endlich war man an dem bewußten Walzer, den Mannerſtedt mit Roſa tanzen ſollte. Mit hochklopfen⸗ dem Herzen und widerſtrebenden Bewegungen nahte er ſich ihr. Aber jetzt hätte man ſehen ſollen, wie die Elegants des Tages erſtaunt um drei Schritte zurück⸗ fuhren und Platz machten, als Roſa vor dem jungen Kandidaten aufſtand, von dem ſie nie geträumt hatten, daß er die Abſicht habe, ihr Nebenbuhler zu werden. Er erwiederte ihr artiges Lächeln mit einem ſtolzen Blick, und obwohl ſeine Hand etwas zitterte, als er ſie leicht um Roſa's Leib legte— denn ſein Arm kam gewiß kaum ſo nahe, daß er die außerſte Falte ihres Florkleids berührte— ſo gab doch ſeine freie und zier⸗ liche Haltung, und die Art, wie er ſeine Dame führte,


