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Der Professor und seine Schützlinge : fünf Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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Sein ganzes Ausſehen und Weſen ſtempelte ihn zu einem Manne, deſſen Selbſtſucht ſich auf die Ueber⸗ zeugung gründete, daß ſein Name der eines Halbgotts auf der Börſe war, ſeine Hauptbücher in dem blühend⸗ ſten Zuſtande wenigſtens geglaubt wurden und ſein Wort mindeſtens eben ſo viel galt, als die Münze in den neuen Privatbanken. Der Kommerzienrath trat ein.

Gehorſamer Diener! Willkommen, herzlich will⸗ kommen, Herr Bruder! Auf meine Ehre, eine wahre Ueberraſchung; denn um dieſe Zeit glaubte ich Keinen mehr von den Gäſten zu Geſichte zu bekommen, die ausgeblieben waren, und am wenigſten meinen Herrn Bruder.Freut mich, entgegnete der Profeſſor, und jetzt erſchien auf's Neue jenes ſarkaſtiſche Lächeln, das ein Beſtandtheil ſeiner Natur zu ſein ſchien, freut mich, daß ich dem Herrn Bruder dadurch eine Freude mache! ich mußte wohl her, um dem jungen Paar meinen Segen zu geben.Ja, junge Per⸗ ſonen, die an's Heirathen denken wollen, bedürfen heut zu Tage einen reichen Segen, bemerkte der Kommerzienrath mit einer wichtigen Miene, welche

bald in eine Art Grinſen überging.Ein Mann, der

wie ich eine große Familie auf ſich hat, flüſterte er dem Profeſſor in's Ohr,kann hierin nicht ganz ſo frei handeln, als der alte kinderloſe, ſo herzlich ge⸗ liebte Oheim.

Aha! gehorſamer Diener, ſprach der Profeſſor ſich verbeugend;wenn es geſchah, um mich in dieſer

Hinſicht 2u erproben, daß man ſo ſehr in mich drang, erlobung der jungen Leute gegenwärtig zu

bei der ſein, ſo...

Um Alles in der Welt, mein beſter Profeſſor, unterbrach ihn der Kommerzienrath,der Herr Bruder

wird doch einen kleinen Scherz nicht mißverſtehen; hier

iſt natürlich nicht der Ort, um derartige Dinge ernſthaft zu beſprechen. Und damit nahm der Wirth ſeinen Gaſt unter den Arm und führte ihn in den Saal, wo die