Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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Arm aus, indem er mit einer Stimme, die von tauſend heiligen Gefühlen zitterte: ausrief:

Möge es mir Gott verzeihen, geliebte Schweſter, daß ich bis heute Deinen großen Werth nicht gekannt und nicht begriffen habe! Jetzt erſt verſtehe ich die Worte des ſeligen Franz:Wenn Du ſie ſo kennen lernſt, wie ich ſie kenne, ſo wirſt Du ſie auch lieben!

Und die Thränen des Alten fielen tropfenweiſe auf bi Hand, welche er zum erſten Male in ſeinem Leben üßte.

Es war ein ſchöner Triumph für die Hofräthin, daß ſie den Onkel Janne beſiegt hatte. Und von dieſem Tage an herrſchte auch zwiſchen ihnen das allerfreund⸗ ſchaftlichſte Verhältniß. Der Alte ſagte nicht länger Schwägerin, ſondern Schweſter.

In Betreff des außerordentlich glänzenden Feſtes, womit die Hofräthin die Rückkehr ihrer Tochter in das Vaterhaus feierte ein Feſt, ſo völlig verſchieden von Edith's ſtiller Hochzeit waren ſämmtliche Gäſte einig, daß daſſelbe in gar nichts Anderem etwas Entſprechendes finden könnte, als in ſeinem intereſſanten Zwecke.

Man bedauerte nur, daß man bei dieſer großen Feſtlichkeit den andern Schwiegerſohn der Hofräthin, den liebenswürdigen Baron Abbé, vermißte. Doch was war zu thun! Man konnte nicht das Vergnügen haben, beide Schwäger zuſammen zu ſehen, denn Geſchäfte hielten den Baron nach in Stockholm zurück, und her⸗ nach mußte er eine Reiſe nach Hamburg machen.

Dieſes flüchtige Bedauern hielt jedoch Niemanden ab, ſo fröhlich und entzückt wie möglich zu ſein, denn das Wiederſehen Edith's und Helmer's ſchlug mächtig

an auf alle Seiten der Theilnahme. Dieſe Theilnahme,

dieſes Entzücken äußerte ſich beſonders für den kleinen

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Janne, der ein wirklicher Amor in dem Kreiſe

der Damen aus der einen Hand in die andere oder

richtiger, aus dem einen Arm in den andern wanderte. 15*