Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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wohl wiſſen, wie Lotta ſich jetzt mit ihrem langen Kut⸗ ſcherrekel befindet!... Vielleicht hätte ſie's nun beſſer gehabt, wenn ſie es klug angefangen hätte. Doch Klei⸗ nigkeit! Jetzt bin ich alt und geſetzt, und ſie darf mei⸗ ner Seel' nicht ausſehen wie Molken und Wehtage, wenn ich mich herablaſſen ſoll, dem Pinſel, ihrem Manne, einen kleinen Poſſen zu ſpielen. Aber ich glaube, ich thue es dennoch nicht; denn im Ganzen genommen, taugt das Weiberzeug alles nicht ausgenommen unſere weißen Katzen zu Hauſe in Grandalen: ſie haben doch wenigſtens Charakter; denn ſie kratzen nur ſich gegen⸗ ſeitig, während die Weibsleute, welche Röcke tragen, auf uns los gehen. Wenn ich einmal meine Gedanken recht ſpielen laſſe denn Gott ſei Lob und Dank! das Spiel verſtehe ich ſo wäre es luſtig, dahinter zu kommen, warum wohl Gott, unſer Herr, die ganze Cleriſei ge⸗ ſchaffen hat: ich meine, wir wären auch ohne ſie fertig geworden. Nun aber, vergißt der Herr ſich ganz ich muß wohl hin und ihn ein wenig am Rock zupfen!

Und Primus trat auf den Kirchhof und nahte mit kleinen, gravitätiſchen Schritten dem Orte, wo Onkel Janne in ſeinen tiefen Gedanken ſaß.

Herr... hören Sie, Herr! Sein Sie doch ſo gut und ſehen Sie ſich um, und bedenken Sie, ob wir wohl nicht weiter gehen ſollten... Vielleicht fühlt die gnä⸗ dige Frau ſich beleidigt, wenn Sie ſo lange verziehen, und es gerade ſo ausſieht, als ob Sie nicht gerne kom⸗ men wollten!

Du kannſt Recht haben, Primus, aber ſte ſoll ſehen, daß ich noch niemals angelegener geweſen bin. Schnell, vorwärts!

Bleiben wir lange hier, Herr?

Wir werden ſehen!

Es wäre gut, wenn ich's ſehen könnte es hat mir nirgends in meinem Leben ſo gut gefallen, wie auf Dagby, und damals als Fräulein Edith...

Still, ſprich nicht dieſen theuren Namen aus!