Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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kleinen Gewächſe, welche ſich auf den Grabhügeln er⸗ hoben. Der Kuckuck ließ ſeine freudenreichen Töne hören und überſtimmte die Elſtern, welche lachend heimwärts in ihre Neſter zogen; der Waſſerfall rauſchte majeſtätiſch, der Eiſenhammer tönte, und Flammen aus den Schmie⸗ den tanzten weit über den Fluß hin.

An dem Poſtament auf dem Grabe des ſeligen Hof⸗ rathes ſaß, wie vor beinahe ſieben Jahren, ein einſamer Mann, und an dem klaren, warmen Blicke, an der friedevollen Stirn, an dem ruhigen, ſanften, halb jo⸗ vialiſchen Lächeln, erkennen wir den Mann ſehr gut wieder.

Gleichwohl ſchien er jetzt nicht wie an dem Abende, da wir zuerſt ſeine Bekanntſchaft machten, von dem Schmerze der Trauer berührt zu werden.

Er war hieher gekommen, um, ehe er nach einer fünfthalbjährigen Abweſenheit Dagby und die Gattin ſeines Bruders wiederſähe, auf dem Grabe des ſeligen Franz Gott um die Gnade zu bitten, daß er im Stande ſein möchte, das harte Herz, welches endlich das Zeichen eines Gefühles gegen die verſtoßene Tochter zu geben ſchien, vollkommen zu erwärmen.

Dießmal war der Onkel Janne zu Wagen nach Dagby gekommen. Wie wäre es auch wohl möglich geweſen, mit einer Fußwanderung die Zeit zu vergeuden! Der einfache Einſpänner war voraus gefahren; doch draußen vor der Kirchhofmauer ſaßen getreulich wartend die alten Begleiter..

Ich fürchte mich, ihn anzuſtoßen, Du! ſagte Pri⸗ mus zu Murre, da er meinte, daß ſein Herr allzu lange und allzu viele Gebete hielt.

Murre gab durch ein kleines, kurzes Gebell zu er⸗ kennen, daß er nichts dagegen hätte, die Wanderung fortzuſetzen.

Nein, nein! entgegnete Primus, der die Antwort verſtand, Du biſt ganz meiner Meinung, daß man nicht früh genug ankommen kann, wenn es noch einmal in der Welt nach Dagby geht. Es iſt mir auch, als röche ich den ſüßen Reisbrei bis hieher.... Möchte