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unter den Fußgängern ſtandeſt, während ich mich in
meinem engliſchen Wagen ſchaukelte, ſo hätteſt Du mich nicht beneidet.“
„Das that ich auch ſo nicht,“ entgegnete Edith, denn gegen keinen Glanz hätte ich das Glück vertauſchen wollen, welches ich jedem andern immer vorgezogen habe.. Doch, Olga, geliebte Schweſter, vor Allem, was Du mir mitgetheilt haſt, ſetzt mich eine Sache am meiſten in Erſtaunen.“
„Welche?“
„Dieſe große, unbeſchreibliche Gleichgültigkeit, die der warmen Theilnahme, welche aus meinem Herzen ſtrömt, gar nicht zu bedürfen ſcheint. Du erzählſt alle dieſe Leiden, als beträfen ſie eine andere Perſon.. Du ſcheinſt den Schmerz gar nicht zu fühlen, der Schimpf
ſcheint Dir gar keine Leiden zuzufügen.“
Olga läͤchelte bitter.
„Weit beſſer würde es mir gefallen, wenn ich Thrä⸗ nen, Verzweiflung, Wuth, vor allen Dingen einen ge⸗ rechten Harm über ſein nichtswürdiges Betragen ſähe.“
„O, wenn ich das alles beſäße, ſo haͤtte ich ja einen wirklichen Lurus an Gefühlen. Dieſe würden mich gewiß zerſtreuen.“
„Was meinſt Du?“ fragte Edith erſtaunt.
„Ich meine, daß ich an gar keinen Reichthum in dieſer Hinſicht gewöhnt bin, ich bin nur gewöhnt, daß mir die Zeit lang wird— doch nicht jetzt... jetzt bin ich glücklich. Aber ich fürchte...“
„Was?“
„Wenn ich mich erſt an das Glück gewöhnt habe, das ich mit Dir, Deinem Gatten und Euren kleinen
Engeln empfinde, daß ich dann in meine gewoöhnliche
müde Schläfrigkeit zurückfalle.“
„O nein, wir werden ja doch ein Mittel gegen 4,4—
dieſe ſchreckliche Krankheit auffinden. Hörſt Du... „Ich höre!“ „Biſt Du entſchloſſen, Dein ganzes Leben bei Dei⸗ nem Manne hinzubringen??“
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