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mit ſohnlicher Ehrerbietung die Hand der ſtolzen Frau und führte ſie an ſeine Lippen—„wir wollen unſere Bemühungen vereinigen und Alles in der Welt thun, um die Leere in ihrem Leben auszufüllen!“
„Ja, ja, nicht wahr, Ihr werdet Alles für ſie thun!... Nun aber noch ein Wort über Geſchäfte! Abbé, der Eigennützige, hat mir ſchon einen Wink gegeben, daß er, um eine⸗Probe ſeiner freundſchaftlichen Geſinnungen zu geben, bereit wäre, Dir Odensborg abzutreten und ſelbſt mit ſeiner Gattin nach Dagby zurück zu ziehen. Da er jedoch ſo eifrig war, ſeine eigene Haushaltung zu bekommen, um deſto leichter ſeinen geheimen Ver⸗ gnügungen nachgehen zu können, und da Odensborg mit großen Koſten nach ſeinem Kopfe eingerichtet iſt, ſo geſchieht in dieſer Sache keine Aenderung. Meine arme Olga kann ich dennoch längere Zeiten bei mir haben. Seine brüderlichen Bekümmerniſſe fur Eure Einrich⸗ tung verſtehſt Du natürlich wohl?“
„Ich kann mir in dieſer Hinſicht keine Vermuthung erlauben.“
„So will ich's denn ſagen: er iſt ein ſchlauer Mann, und darum hat er berechnet, daß derjenige von meinen Schwiegerſöhnen, welcher ſchon bei meinen Leb⸗ zeiten die Oberaufſicht über Dagby übernimmt, das Gut nach meinem Tode wahrſcheinlich behalten wird. Nun, ſo lange er von einem ſichtbaren Mitbewerber nichts vernahm, ſo meinte er, ich könnte mich wohl ohne die Geſellſchaft meiner Kinder behelfen, und da gefiel es ihm, auf Odensborg zu repräſentiren; ſobald er aber anfing zu fuͤrchten, daß er dort bis an ſeinen Tod repräſentiren müßte, ſo... Jetzt verſtehſt Du ja, mein lieber Prätendent, auf den man gar nicht gerechnet hatte?“
„Ach, ich verſtehe nur eine Sache,“ ſagte Helmer mit einem Blitz der Freude in ſeinen Augen:„meine Edith und ich werden immer bei unſerer Mutter ſein— alle dieſe Schmerzensjahre werden in einer doppelten Glückſeligkeit Erſatz finden, unſere Kinder werden ſpielen in dieſem Dagby, wo die Liebe ihrer Eltern anfing


