Teil eines Werkes 
11.-13. Bändchen (1849)
Entstehung
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Und vergiß mir nun, daß ich Dich durch die Frage über das Spiel beunruhigt habe! Ich wollte dieſe Sache von Dir ſelbſt hören, und die Gewiſſenhaftigkeit, die Reue und die volle Offenherzigkeit, womit Du ſie be⸗ richtet haſt, befeſtigt mein Vertrauen und meine Achtung noch mehr. Jetzt, mein Sohn, iſt Alles klar zwiſchen uns.

Ich habe keine Worte, um meine Gefühle auszu⸗ drücken, aber ich habe ein Herz, und ſo lange dieſes ſchlägt, werde ich niemals, meine theure, geliebte Mutter, dieſen Augenblick vergeſſen!

Gut, mein Sohn, ich auch nicht!.. Jetzt laß uns zu meinem andern Schwiegerſohne übergehen.

Helmer erröthete leicht. Trotz aller Anſtrengung vermochte er nicht die bitteren Gefühlen, welche er ſo lange gegen ſeinen Schwager genährt hatte, zu unter⸗ drücken

Ich verſtehe, was Dich bewegt, mein lieber Ernſt, und kann mich darüber nicht wundern. Doch ſage mir Edith ließ einige Worte fallen, und ich fürchte, ihr In⸗ halt kann wirkich gegründet ſein jener Mann, mit dem Du ſpielteſt... glaubſt Du, daß er abgeſchickt war, um Dich in Verſuchung zu führen?

O, dieſen Verdacht hätte ſie verſchweigen ſollen doch, nachdem ſie das nicht gethan hat, muß ich bei der Wahrheit bleiben... ich glaube, der Mann war ab⸗ geſchickt, um zu thun, was er that; doch um ſo ſchlim⸗ mer für mich, daß ich in eine gelegte Schlinge fiel.

Ja, entgegnete die Hofräthin,der Verdacht iſt gewiß gegründet, denn geſtern, da er von einer Ver⸗ ſoöhnung reden hörte, verrieth er ſeine Kenntniß von dieſer Sache. Er macht mich beſorgt über Olga's Zukunft: unter der glatteſten Oberfläche ſchleicht er auf geheimen Wegen mit dem Böſen umher, welches er thut, und an Dich wollte er kommen ſowohl aus Habſucht als aus Eiferſucht. Du weißt wohl, daß er Dein Nebenbuhler geweſen iſt?

Das habe ich wohl fühlen müſſen, und ich will lieber glauben, daß ſeine Rachgier gegen mich von dem